Mit 54 Personen startete der Kirchenchor St. Hubertus aus Rahm vor Kurzem zu einer dreitägigen Reise nach Metz. Ein besonderes Erlebnis für den Chor war die musikalische Gestaltung des Sonntagsgottesdienstes in der mächtigen Kathedrale. Das war eine gute Vorbereitung für das Konzert, das am Sonntag, 5. Oktober, um 17 Uhr in der Kirche St. Hubertus in Rahm erklingen wird. Neben dem Kirchenchor werden Celina Dick (Orgel), Jörg Fillers (Querflöte) sowie Werner Marzi (Orgel und Leitung) als Ausführende beteiligt sein. Auf dem Programm stehen Werke von Antonin Dvorák (Messe D-Dur op. 86), Georg Friedrich Händel (Sonate F-Dur) für Flöte und Orgel sowie Orgelwerke von Nikolaus Bruhns und Felix Mendelssohn-Bartholdy. Der Eintritt ist frei, um Spenden für das Orgelprojekt wird gebeten.
Auf dem Programm der Vorbereitungsfahrt standen die Besichtigungen der Sehenswürdigkeiten der lothringischen Hauptstadt, allen voran die schöne Altstadt, die Landschaft an der Mosel und natürlich die ausführliche Besichtigung der gotischen Kathedrale St. Étienne unter fachkundiger Führung. „Dieses gewaltige Bauwerk beeindruckt vor allem mit seiner lichten Raumhöhe“, erinnert sich Norbert Diefenbach. „Bedenkt man, dass die St. Hubertus-Kirche einschließlich Turm in diesen Kirchenraum hineinpasst, so werden dem Betrachter die Ausmaße erst richtig bewusst. Auch die 6500 Quadratmeter Glasfenster beeindrucken, sowohl die historischen als auch die modernen, von denen drei Fenster im Chorraum von Marc Chagall entworfen und gefertigt wurden.“
Der gesellige Teil auf der Reise kam natürlich nicht zu kurz. Dazu trugen die intensiven Gespräche beim gemeinsamen Abendessen bei, wobei sich die französische Küche von ihrer besten Seite zeigte. „Ein besonderes Erlebnis für den Chor war die musikalische Gestaltung des Sonntagsgottesdienstes in der mächtigen Kathedrale“, so Diefenbach weiter. „In dem riesigen, gut besuchten Kirchenraum mit einer Nachhallzeit von sieben Sekunden war es aber auch eine Herausforderung für die Sängerinnen und Sänger.“ Der Applaus der Kirchenbesucher am Ende der Messe sei ein Beweis gewesen, dass der Chor unter der bewährten Leitung von Werner Marzi die Aufgabe gut gemeistert habe.
Der Kirchenchor Cäcilia an St. Hubertus in Rahm pflegt das Kulturgut der Kirchenmusik. Er trägt dazu bei, Gottesdienste nicht nur an hohen Feiertagen musikalisch zu gestalten, sondern auch die regelmäßigen Gottesdienste im Jahreskreis und zu anderen Anlässen. „Aber auch der gemeinschaftliche Gesang, mit oder im Wechsel mit den Gottesdienstbesuchern, gehört zu den vornehmsten Aufgaben des Chores“, führt Diefenbach aus, der als zweiter Schriftführer agiert. Vorsitzender des Chores ist Dr. Ulrich Gras, seine Stellvertreterin ist Ute Dickmann.
Chor blickt auf mehr als 100-jährige Geschichte zurück
Gegründet wurde der Chor am 14. Oktober 1917 vom damaligen Pfarrrektor Walther Schönheit. Das ging mit der eigenen Pfarrei und dem Bau der Kirche St. Hubertus einher. Seit dem Jahre 2008 arbeitet der Chor unter der Leitung des Organisten und Kantors Werner Marzi und verfügt über ein umfangreiches Repertoire an Liedgut und Messen unterschiedlicher Komponisten aus Klassik und Moderne bis hin zu „neuen geistlichen Liedern“. Er besteht aus 39 aktiven Sängerinnen und Sängern, weitere Mitglieder sind willkommen. Die Choralschola wurde 2011 gegründet. In ihr sind sechs Sänger aktiv, die den lateinischen Gesang pflegen und auch eigenständig die Gottesdienste in der St. Hubertus-Kirche gestalten.
Dass beim Cäcilia-Chor auch der gesellschaftliche Teil gepflegt wird, wurde jetzt wieder bei der Chorreise deutlich. Zudem treffen sich aktive und passive Mitglieder zu regelmäßigen Grillfesten, Tagesausflügen in die nähere Umgebung und Auftritten – etwa beim Namenstag des Chores, dem Cäcilienfest.

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