Kirche St. Hubertus in Rahm braucht dringend neues Schieferdach

Die Kirche St. Hubertus in Rahm benötigt dringend ein neues Dach: Die Flecken im Dach zeigen, wie oft es repariert wurde. Zugemacht wurden im Zuge des Umbaus in den 1960er Jahren die Dachgauben, die nun wieder hergestellt werden sollen. Foto: sam
Die Kirche St. Hubertus in Rahm benötigt dringend ein neues Dach: Die Flecken im Dach zeigen, wie oft es repariert wurde. Zugemacht wurden im Zuge des Umbaus in den 1960er Jahren die Dachgauben, die nun wieder hergestellt werden sollen. Foto: sam

St. Hubertus prägt das Rahmer Ortsbild. Der markante Zwiebelturm ist auf vielen Autos als Aufkleber gut sichtbar angebracht. Um die katholische Kirche auf Dauer zu sichern, muss jetzt ein neues Dach her, denn das Schieferdach ist stark beschädigt. Kirchbau- und Förderverein hoffen auf große Spendenbereitschaft.

Die neobarocke Dorfkirche wurde zwischen 1922 und 1925 erbaut. Wegen ernster Mauerwerksschäden wurden die Mauern des Kirchenschiffs 1962/1963 von Grund auf erneuert. „In den vergangenen Jahren wurden Schäden am 1.200 Quadratmeter großen Dach immer wieder repariert, doch nach 100 Jahren ist der Schiefer brüchig geworden“, erklärt Dr. Dominic Klingen im Gespräch mit NORDBOTE.de. Als stellvertretender Vorsitzender des Kirchbauvereins St. Hubertus treibt er das Projekt in der Kirche, die unter Denkmalschutz steht, voran. Sein Fachwissen hat er von seinem Vater Klaus Klingen, der die Kirchenerneuerung vor gut 60 Jahren als damaliger Praktikant begleitet hat.

Der Dachstuhl ist in Ordnung, weiß Dr. Dominic Klingen vom Kirchbauverein. Foto: sam
Der Dachstuhl ist in Ordnung, weiß Dr. Dominic Klingen vom Kirchbauverein. Foto: sam

Bei einer Begehung mit dem Architekten des Bistums sowie einem auf große Schieferdächer spezialisierten Dachdeckermeister seien vor wenigen Wochen die Beschädigungen deutlich geworden. Das Fazit: „Der Dachstuhl, auch im Bereich des kleinen Turms, ist in Ordnung. Alle Schindeln müssen ebenso wie die Dachpappen heruntergenommen und defekte Schalung muss ausgetauscht werden. Die Anschlüsse am Turm müssen verbessert werden, Dachrinnen und Fallrohre erneuert werden. Auch der kleine Turm wird neu eingedeckt.“ Nicht betroffen ist die große Turmhaube, die vor etwa 25 Jahren erneuert wurde.

Durchgeführt werden musste jetzt eine Notreparatur in Höhe von 18.000 Euro. Der Kostenvoranschlag für das ganze Dach liegt bei 680.000 Euro. „Dafür reichen die beantragten Fördermittel nicht aus“, führt Klingen aus. „Doch die Bistumskasse ist leer, und wir als Kirchengemeinde St. Judas Thaddäus müssen für die Kosten aufkommen. Wir freuen uns über alle kleinen und großen Spenden!“

Neu eingedeckt werden muss der kleine Turm im Altarbereich. Foto: sam
Neu eingedeckt werden muss der kleine Turm im Altarbereich. Foto: sam

Mit der Installation des neuen Dachs könnte nach derzeitigen Planungen in etwa zwei Jahren begonnen werden. „Mit dem neuen Dach wäre die Kirche St. Hubertus für die nächsten 100 Jahre gesichert.“ Dann könnten hier auch weiterhin viele besondere persönliche Momente erlebt werden: Hochzeiten, Taufen, Erstkommunionen und Abschiede ebenso wie Christmetten, Weihnachtsmärkte und Osterfeuer – ein Symbol für die Gemeinschaft im Ort.

Spendenmöglichkeiten sind auf der Homepage des Fördervereins zu finden: https://foerderverein-st-hubertus.de/foerderverein-st-hubertus-e-v/

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