Es gibt viele Themen, mit denen sich die Bezirksvertretung 5 befasst – große und kleine Anliegen der Bürger, wichtige und weniger wichtige Informationen der Verwaltung. Auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung lautet der eher unscheinbare Punkt Nr. 24: „Keine Postfiliale mehr in Kaiserswerth“. Das ist für sehr viele Bürger ein großes Problem, vor allem für diejenigen, die nicht so geübt und ausgestattet sind, dass sie alles auch digital erledigen könnten. Es gibt nicht einmal mehr einen analogen Briefmarkenautomaten. Die ersten Paketstationen stehen außerhalb in Lohausen und auf dem Diakoniegelände. Kein Wunder, dass das fehlende Angebot von Postdienstleistungen seit Januar Tagesgespräch in Kaiserswerth ist – zumal die Postagentur in Wittlaer nun auch noch wegen Umbau bis Anfang Juni geschlossen ist.
Endlich stellt Nicola Irmer, Bezirksvertreterin (sprich: Bürgervertreterin) in der SPD-Fraktion, die Frage an die Verwaltung, was sie denn unternommen hat, damit die Post bzw. DHL ihren im Postgesetz § 17 festgelegten Verpflichtungen nachkommt. Die Antwort der Verwaltung dürfte für viele Bürger aktuell der wichtigste Punkt der Bezirksvertretungs-Tagesordnung sein.
Aber es gibt noch weitere wichtige und interessante Punkte, wie zum Beispiel ein mündlicher Bericht über den Tourismus im Stadtbezirk 5, den endgültigen Ausbau der Entwässerungseinrichtungen auf dem Freiheitshagen in Angermund für über 5 Millionen Euro, die Problematik der „Urlaubsparker“ auf dem ohnehin knappen öffentlichen Parkraum sowie sonstige Park- und Verkehrsfragen, Baumaßnahmen und vieles andere mehr.
Die Sitzung der Bezirksvertretung im Kaiserswerther Rathaus ist öffentlich und findet statt am Dienstag, 27. Mai, um 17 Uhr. Die Sitzungsunterlagen sind abrufbar unter www.duesseldorf.de/rat/buergerinfo. Die Sitzung kann außerdem live verfolgt werden.
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Eine Antwort
Eine Postfiliale schließt © Ulli Zauner
Spontan bricht ein Sturm der Entrüstung aus, betroffene Bürger schimpfen, schreien, protestieren. Wie kommt man nun zu seinen hinterlegten Sendungen? Extra weite Fahrten für die Abholung stehen im Raum. Wieso???
Nun, alles halb so schlimm, betrachtet man diese Angelegenheit mal ganz sachlich, denn: Medizinisch gesehen hat das nur Vorteile. Wir bewegen uns mehr, Bluthochdruck und Adipositasfälle werden weniger. Herzkrankheiten vermeidet man gleichfalls in größerem Umfang, nur der Hausarzt ist vielleicht betrübt, es kommen weniger Patienten.
Und wo wir nun einmal beim Thema Postfiliale sind, hätte ich für die Post noch einen bahnbrechenden Verbesserungsvorschlag, welcher sogar die Politik begeistern dürfte.
Bitte stellen Sie die Paketlieferungen komplett ein!
Stattdessen nehmen Sie Sendungen zur Abholung durch den Empfänger in ausgesuchten Plätzen an. Der Vorteil liegt auf der Hand. In enger Kooperation mit den öffentlichen Verkehrsmitteln könnte man unter Vorlage des per E-Mail übersandten Aufbewahrungsscheins verbilligte Abholbeförderungs-Tarife anbieten.
Vorbei die Zeiten nicht ausgelasteter Züge, Straßenbahnen und Busse. Finanzspritzen der öffentlichen Hand für schwächelnde Verkehrsbetriebe entfallen, ganz Deutschland reist zur Abholung umher.
Natürlich profitieren auch die entsprechenden Orte davon. Hotels, Gaststätten usw. leben auf. Sollte dann innerhalb der Aufbewahrungsfrist zufällig eine Beschädigung auftreten freut sich gleichfalls die sonst so leere Eckkneipe über den neuen Gast und ein paar verkaufte tröstende Getränke wegen des aufkeimenden Ärgers.
Ggf. könnte die Post auch noch zusätzlich Lagergebühren erheben, die Kasse klingelt!
Ausgesprochen interessant ist diese Veränderung für den Schulbetrieb. Wenn ein Schüler aus Hamburg, so als Beispiel, seine bestellten Comic-Hefte in München abholen muss, genießt er nicht einfach seine Reise, nein, vielmehr hat er durch Verspätung oder Ausfälle im Zugbetrieb die Gelegenheit Deutschland quasi „live“ zu erleben. In allen denkbaren Facetten. Da lernt er mehr über das Land als in all den zahlreichen langweiligen Unterrichtsstunden.
Kurzum: Die Post macht uns mobil. Langeweile war gestern, jetzt reisen wir zu unseren Postpaketen. Und allen aufgeführten Wohltaten zum Trotz wollen SIE tatsächlich noch meckern? Sie sollten sich mal tüchtig schämen!!!