Das Brauchtum Karneval endet nicht an der Stadtgrenze! Einen närrischen Überraschungsbesuch hatte das Sermer Karnevalspaar von der KG Südstern, Prinz Bernd II. (Baumann) und Prinzessin Gabi (Koths), am Samstagnachmittag, 31. Januar, im Terminplan. Im kleinen Kreis ging es in die Düsseldorfer City. Bei „Schumacher“ begrüßte Lothar J. Hörning, Präsident des Comitee Düsseldorfer Carneval (CC), die Duisburger herzlich. Nur wenig später gesellte sich auch das aktuelle Prinzenpaar der Stadt Düsseldorf dazu: Prinz Marcus I. (Hülscher) aus Lohausen und Venetia Nicole (Nothen).
Während unten, im großen Saal, die Narren bereits am Nachmittag ausgelassen Karneval feierten, ging es in den oberen Räumen visionär zu. In ungezwungener Atmosphäre kamen die Karnevalisten aus beiden Städten schnell ins Gespräch – bei einem Glas Altbier und anderen Getränken. Wo liegen die Schwierigkeiten, das Brauchtum zu pflegen und Traditionen fortzusetzen – teilweise auch mit Veränderungen? Wie können die Vereine die gesellschaftlichen und politischen Aspekte aufgreifen und einbinden? Beide Präsidenten haben viele Ideen und freuen sich, das Miteinander über die Stadtgrenzen hinweg in Zukunft stärken zu wollen. Angedacht ist etwa, sich gegenseitig zu besuchen und einen Blick in die jeweilige Wagenbauhalle zu werfen.

Als kurze Zeit später das Düsseldorfer Prinzenpaar dazukam, rückten andere Themen in den Mittelpunkt. Statt Zepter, wie es in Duisburg üblich ist, tragen die Düsseldorfer Tollitäten stets ihre Pritschen in den Händen, ein zentrales Symbol für den Karneval in der Landeshauptstadt. Gegenseitig würdigten die Prinzen ihre Ornate, während sich Prinzessin Gabi und Venetia Nicole über Kleider austauschten. In diesem festlichen Rahmen fügte es sich perfekt, dass der Sermer Prinz Bernd II. nach mehr als 75 Jahren eine längst vergessene Tradition wieder aufleben ließ: Erstmals steht nicht ein Hofmarschall, sondern eine Prinzessin an der Seite des Prinzen, um ihm die Ehre zu erweisen.

Trotz der engen Terminplanung wurde das Zusammentreffen erfolgreich ermöglicht. Es war ein äußerst intensiver und konstruktiver Austausch, bei dem auch mehrere Vorstandsmitglieder des Südsterns anwesend waren. Bevor Prinz Marcus I. mit seinem Gefolge weiter eilen musste, wurden noch Orden ausgetauscht und Fotos geschossen.
Den ersten Austausch dieser Art hatte Faouzia Alhadjiui initiiert. Die Ehefrau des Sermer Prinzen, der gleichzeitig auch Präsident auf dem Südstern ist, arbeitet in der Düsseldorfer Stadtverwaltung und wollte ein Symbol für die überregionale Verbindung schaffen. Das ist ihr gelungen: Es soll nicht bei einem einmaligen Treffen bleiben, wie beide Präsidenten unterstrichen.








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