Die Schülerinnen und Schüler, die in den Ferien an der Offenen Ganztagsschule (OGS) teilnehmen, hatten am Freitag, 24. Juli, einen erlebnis- und lehrreichen Tag. Mit ihren Betreuerinnen zogen sie ins Spee-Biotop an der Kittelbachstraße. Der fachkundige, zweifache Dipl.-Ing. Christian Starkloff informierte naturnah über das Leben von Flora und Fauna in der aufgelassenen Kiesgrube. Andrea Herkenhöner von der Wasserlauf-Stiftung für Gewässerschutz & Wanderfische NRW (Projekt „Finne“) unterstützte ihn dabei.
Mit Käschern und großer Begeisterung fischten die aufmerksamen und disziplinierten Schülerinnen und Schüler Klein- und Kleinstlebewesen aus dem Wasser. Die Ausbeute war groß. Am interessantesten waren zappelnde, kleine Teichfrösche und Molche. Aus Menge und Art der Lebewesen lassen sich Rückschlüsse auf die Wasserqualität ziehen. Christian Starkloff bezeichnete sie als gut. In weißen Schalen wurden die Lebewesen dann begutachtet, anschließend natürlich wieder vorsichtig ins Wasser zurückgelassen.
Für diesen Ausflug in die Natur und Unterrichtung waren die Kinder in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Klassen eins und zwei kamen am frühen Vormittag, die Klassen drei und vier anschließend, jeweils ungefähr 20 Kinder.
Das Spee-Biotop ist seit den 1970er Jahren als Naturdenkmal geschützt. Es ist städtisches Eigentum, der Heimat- und Bürgerverein Kaiserswerth hat eine Patenschaft darüber übernommen. Auf verbliebenen, offenen und sonnenbeschienenen Kiesflächen finden verschiedene Amphibien einen Lebensraum, insbesondere der selten gewordene Kammmolch. Sie haben ihre Lebensräume im schiffbar gemachten Rhein ohne Sandbänke und Inseln verloren, ebenso in den heute meist kanalartig geführten Bächen.


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