Wenn Kaiserswerth zum Jahresempfang einlädt, kommen Geschäftsleute, Politik und Nachbarn an einem Abend zusammen. Am Freitag, 8. Mai, war es zum zweiten Mal so weit. Wir Kaiserswerther stellten ihren Empfang diesmal ganz unter das Thema Gesundheit am Standort Kaiserswerth. Durch das Programm führte Moderatorin Miriam Beul.
Vorsitzender Dietrich Ahrens dankte den Mitgliedern für ihren Einsatz und sprach offen über das, was den Verein trägt. Aus der gemeinsamen Arbeit seien Freundschaften gewachsen und Kontakte entstanden, die dem Stadtteil guttun. Mit Politik, Industrie- und Handelskammer und benachbarten Vereinen sei man gut vernetzt, doch ein paar zusätzliche Schultern könnten die vielen Termine leichter machen. Vorstandsmitglied Dagmar Böcker-Schüttken stellte drei neue Unterstützerinnen vor, die das Team ab Mai in Kommunikation, Finanzen und Eventorganisation verstärken. Auch Vorstandsmitglied Dietmar Hoffbauer warb um neue Mitglieder.
Dass Engagement allein nicht reicht, machte der Vorstand deutlich. Allein die Instandsetzung der Weihnachtsbeleuchtung kostet im Winter rund 5.000 Euro für die Elektrik. Soll die Beleuchtung wie geplant erweitert werden, kommen weitere 10.000 Euro hinzu.

Im fachlichen Teil des Abends ging es um die Frage, was Kaiserswerth als Gesundheitsstandort besonders macht. PD Dr. med. Aris Koryllos, Chefarzt der Klinik für Thoraxchirurgie am Florence-Nightingale-Krankenhaus Düsseldorf und Leiter des dortigen Lungenkrebszentrums, sprach unter dem Titel „Moderne Medizin zwischen Spezialisierung und Versorgungssicherheit“. Sein Plädoyer. Patientinnen und Patienten sollten ruhig nachfragen, wie häufig eine Operation an einer Klinik durchgeführt wird. Erfahrung und Routine seien wichtige Hinweise auf Qualität. Als unabhängige Stelle, die solche Qualitätsmerkmale prüft, nannte er die Deutsche Krebsgesellschaft. Das Florence-Nightingale-Krankenhaus ist nach seinen Angaben das zweitgrößte Krankenhaus in Düsseldorf.
Sven Schulte, Branchenbetreuer Handel und Stadtentwicklung der Industrie- und Handelskammer Düsseldorf, übernahm danach. Er beschäftigt sich beruflich mit der Frage, warum manche Stadtteile florieren und andere nicht. Für seinen Vortrag hatte er Mobilfunkdaten aus dem vergangenen Jahr ausgewertet. Das Ergebnis. Rund die Hälfte der Besucherinnen und Besucher des Kaiserswerther Ortskerns kommt von außerhalb des Stadtteils, und ein erheblicher Teil dieser Frequenz hängt am Gesundheitsstandort. Allein im stationären Bereich zähle die Kaiserswerther Diakonie mehr als 20.000 Patientinnen und Patienten pro Jahr, ambulant kämen weitere hinzu. Schulte sprach von zwei Seiten einer Medaille, Ortskern und Gesundheitswirtschaft, die nur gemeinsam ihre volle Wirkung entfalteten. Wie sich diese Verbindung sichtbarer machen und gezielt kommunizieren lässt, vertieften die beiden Referenten anschließend in einer Gesprächsrunde mit Miriam Beul.
Bei der Tombola zugunsten der Kaiserswerther Weihnachtsbeleuchtung fieberten viele mit. Die Preise hatten einen Gesamtwert von mehreren tausend Euro und waren von Geschäftsleuten aus dem Stadtteil gespendet. Lose gab es für 10 Euro. Zum Ausklang stand ein hervorragendes Büfett bereit, das Jacques‘ Wein-Depot, Wunderhaus Deli & Friends, Casa Massimo, Restaurant Zum Einhorn und Münchhausen Catering gemeinsam aufgetischt hatten. Bei kulinarischer Begleitung blieb Zeit für Gespräche.
Wer den Verein bei seiner Arbeit für den Stadtteil unterstützen möchte, kann Mitglied bei Wir Kaiserswerther werden. Informationen dazu gibt es beim Vorstand und auf der Vereinswebsite www.kaiserswerth.de.




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