In einem Teil Huckingens sollten Anwohnerinnen und Anwohner ihr Leitungswasser vorerst nicht mehr trinken. Grund sind erhöhte Bleiwerte, die bei Untersuchungen in einzelnen Wasserproben festgestellt wurden. Das teilen die Netze Duisburg mit.
Wie das Unternehmen mitteilt, ließ sich die Ursache bislang nicht eindeutig lokalisieren. Aus Vorsorgegründen und in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt wurden die Menschen im betroffenen Bereich gebeten, das Leitungswasser vorübergehend nicht zum Trinken und nicht zur Zubereitung von Speisen und Getränken zu verwenden. Für alle anderen Zwecke im Haushalt bleibe das Wasser unbedenklich: Duschen, Baden, Hände- und Wäschewaschen sowie die Toilettenspülung sind weiterhin uneingeschränkt möglich.
Damit die Versorgung gesichert bleibt, werden an mehreren Standorten im betroffenen Gebiet Trinkwasserwagen aufgestellt. Diese stehen unter anderem an der Daunestraße 41, an der Kita Wilhelmine-Bertling-Straße und in Kürze auch am St. Anna Krankenhaus, wie DVV-Pressesprecher Felix zur Nieden im Gespräch mit NORDBOTE.de erklärte. Das Wasser dort stehe kostenlos zur Verfügung und sei hygienisch einwandfrei. Es werde etwas mit Chlor desinfiziert und sei vollkommen gesundheitlich unbedenklich. Sei ein Wagen mit Trinkwasser leer, werde er nicht aufgefüllt, sondern ausgetauscht und gereinigt – spätestens alle 24 Stunden.
Betroffen ist ein Teil Huckingens rund um die Helios St. Anna Klinik. Die genaue Abgrenzung des Gebiets ist auf der Karte zu sehen, die die Netze Duisburg veröffentlicht haben. Laut zur Nieden wurde Blei in einer Probe an der Drauner Straße gefunden. Eine mögliche Ursache könnte eine alte Bleileitung sein, deren Benutzung in Duisburg verboten sei. Der Unternehmenssprecher ist sicher, dass die Verunreinigung durch einen Eintrag von außen ins Netz gelangt sei – das sei durch Proben belegbar.
Gebiet wird derzeit ausschließlich über eine Zuflussleitung mit Trinkwasser versorgt
Wie Netze Duisburg am Freitag, 10. Juli, kurz nach 17 Uhr mitgeteilt haben, seien im Laufe des Tages umfangreiche weitere Wasserproben entnommen und labortechnisch untersucht worden: „Dabei wurden auch Proben außerhalb des bislang betroffenen Versorgungsbereichs analysiert. Damit liegen weiterhin keine Erkenntnisse vor, die auf Auffälligkeiten außerhalb des definierten Bereichs hindeuten. Zusätzlich wurden weitere Proben innerhalb des bereits eingegrenzten Bereichs entnommen und ausgewertet, um die Ursachensuche weiter einzugrenzen.“ Weitere Laborergebnisse würden Anfang der kommenden Woche erwartet.
Parallel dazu wurden verschiedene technische Maßnahmen umgesetzt: „So wird das betroffene Gebiet derzeit ausschließlich über eine Zuflussleitung mit Trinkwasser versorgt. Diese Umstellung dient dazu, die Untersuchungen weiter zu präzisieren und die Ursache der erhöhten Bleigehalte besser eingrenzen zu können.
Darüber hinaus identifizieren die Netze Duisburg derzeit ältere, nicht mehr in Betrieb befindliche Hausanschlüsse und trennen diese vorsorglich vom Versorgungsnetz. Damit soll ausgeschlossen werden, dass aus stillgelegten Hausanschlüssen Verunreinigungen in das Trinkwassernetz eingetragen werden können.“
Über den aktuellen Stand informieren die Netze Duisburg fortlaufend auf der Internetseite netze-duisburg.de/trinkwasser-huckingen.
Hotline geschaltet
Zusätzlich haben die Netze Duisburg für betroffene Anwohnerinnen und Anwohner eine Hotline geschaltet, falls sie Hilfe oder Unterstützung bei der Versorgung mit Trinkwasser benötigen. Das Unternehmen bittet um Verständnis, dass diese Hotline nur für Fragen von betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern eingerichtet ist und die Mitarbeitenden keine Auskünfte zu medizinischen Fragen geben können.
Die Hotline ist unter der Telefonnummer 0203 / 604-3680 zu erreichen. Sie ist am Freitag, 10. Juli, bis 18 Uhr zu erreichen sowie am Samstag und Sonntag, 11. und 12. Juli, von 8 bis 16 Uhr.


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