Hoppeditz ist wach: Rot-Weiß dominiert wieder in Serm

Die Paginnen küssten den Sermer Hoppeditz wach. Foto: sam
Die Paginnen küssten den Sermer Hoppeditz wach. Foto: sam

Wenn auf dem Südstern in Serm der Hoppeditz wach geküsst wird, ist gefühlt das ganze Dorf auf den Beinen. So wie am Sonntag, 9. November. Kurz vor 11 Uhr zogen die Narren vom „Viet“ zur „Schenke“. Der Hoppeditz lag schlafend auf dem Marketenderwagen und ließ sich auch von den musikalischen Tönen des Tambourcorps Serm und des Schalmeien-Corps Wittlaer nicht aus der Ruhe bringen. Nur die Küsse der Paginnen halfen ihm auf die Beine, pünktlich um 11.11 Uhr!

Erst einmal rieb er sich unter dem Beifall der zahlreichen Närrinnen und Narren im großen Saal der Schenke kurz die Augen – und schon legte Stefan Korell, der zum ersten Mal in die Rolle des Hoppeditz schlüpfte, traditionell mit seiner Rede los. Er blickte zurück auf das ereignisreiche Jubiläumsjahr der KG: „Ach, was war das für ein Jahr, es ging vorbei fast wie im Flug, obwohl´s ´ne Woche länger war.“ Er kündigte eine spannende Session an: „Nicht nur der Prinz wird neu – der große Prinz ist wohlbekannt, und wir haben ihn alle gern, nicht nur seine Pagin Pia, sondern auch er kommt aus Serm. Genießt auch so schon gern sein Leben, kann Toni dies Jahr alles geben.“

Hofmarschall Stefan genoss das Hoppeditzerwachen mit den Sermer Paginnen. Foto: sam
Hofmarschall Stefan genoss das Hoppeditzerwachen mit den Sermer Paginnen. Foto: sam

Ernst wurde es bei seinem Blick auf die klammen Finanzen: „Ich bitte euch mit vollem Ernst, nehmt euch dieses Themas an. Damit es jedem hier wird klar: Sonst sind wir nächst´ Jahr nicht mehr da.“ Aber da auf dem Südstern alle zusammenstehen, wenn es drauf ankommt, endete er zuversichtlich: „Wir haben die KG doch gern, und nur zusammen sind wir Serm!“

Dann rief er mit dem närrischen Volk „Helau“ aus – und dieser Ruf ertönte noch oft im Laufe des Tages. Zwischendurch gab es immer wieder weitere Programmhöhepunkte – wie der Auftritt der Ruhrpott-Guggis.

Bunt und fröhlich verlief am Sonntag der Start in die närrische Session in der „Schenke“ in Serm. Foto: sam
Bunt und fröhlich verlief am Sonntag der Start in die närrische Session in der „Schenke“ in Serm. Foto: sam

15 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr aus Mündelheim, Ehingen und Serm übernahmen in diesem Jahr den Thekendienst. Im Gegenzug werden die Narren in Mündelheim unterstützen, wenn dort im nächsten Jahr Anfang Mai sowohl der 100. Geburtstag des TambourKorps „Rheinklang“ Mündelheim als auch das 120-jährige Bestehen der FFW groß gefeiert wird.

Nicht fehlen durfte selbstverständlich der Besuch der designierten Stadt-Tollitäten. Für den künftigen Stadtprinzen Toni I. (Köther) sowie seine Pagin Pia (Krajewski) war es ein Heimspiel, das natürlich ganz besonders gefeiert wurde. Seine Prinzenkürung findet übrigens am 10. Januar in der Mercatorhalle statt. Der neue Sermer Prinz wird erstmals am Samstag, 24. Januar, mit seinem Gefolge ins Festzelt einziehen. Wer das sein wird, das ist wie immer eines der am besten gehüteten Geheimnisse im Dorf. Bis dahin brodelt die närrische Gerüchteküche.

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