Mit einer Stahlkonstruktion wurde 2021 in einem ersten Bauabschnitt die Hochwasserschutzmauer zwischen Rheintor und Mühlenturm oberhalb der Uferpromenade abgestützt. Dieses „Gerüst“ ist im historischen Ausflugsziel Kaiserswerth keine Augenweide und wurde deswegen mit einer Plane abgedeckt. Jetzt ist in einem zweiten Bauabschnitt beidseits dieser Konstruktion die Erneuerung der schadhaften Fugen vorgesehen. Außerdem wird auf der gesamten 180 Meter langen Mauer ein Deckstein aus Beton aufgesetzt. Damit soll die Feuchtigkeit im Mauerwerk minimiert werden. Ausgeführt werden die Arbeiten zwischen Mai und Oktober 2026. Die Kosten sind mit 546.000 Euro veranschlagt. An Folgekosten entstehen jährlich circa 13.000 Euro. Problematisch werden seitens der Stadtentwässerungsbetriebe die Wurzeln einer großen Buche auf einem Privatgrundstück direkt hinter der Mauer gesehen. In einem noch nicht absehbaren dritten Bauabschnitt soll die Mauer insgesamt saniert werden.
Als die Abdeckplane vor wenigen Jahren bei einem Sturm eingerissen war, hatte die Bezirksvertretung eine Gestaltung der Stahlkonstruktion durch örtliche Künstlerinnen oder Künstler vorgeschlagen. Da war aber der Auftrag für eine Erneuerung der Plane, wie gehabt, bereits erteilt. Nicht aufgegriffen wurde seitens der Stadtverwaltung bisher die Bedenken einiger Kaiserswerther Bürger zur Festigkeit der Mauerfundamente unterhalb der Promenade. Der Rhein hat seit der vor rund 200 Jahren begonnenen Begradigung und Einengung auf eine viel befahrene Wasserstraße seine Fließgeschwindigkeit erhöht und sich tiefer eingegraben. Seine Wasseroberfläche liegt bei normalem Pegelstand heute ungefähr zehn Meter tiefer als damals. Zu erkennen ist das auch an den verlandeten Rheinschlingen.
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Ein Kommentar
Statt diesen sehr hässlichen Plane wäre ein Rankpflanze wie Efeu um den Stahlkonstruktion nicht schöner gewesen?