Historische Schützenfahne in Obhut des Heimat- und Bürgervereins Kaiserswerth

Dr. Ulrich Micke und Kerstin Döhler mit der Schützenfahne des ehemaligen Bürgerschützenvereins Kaiserswerth e. V. Foto: hs
Dr. Ulrich Micke und Kerstin Döhler mit der Schützenfahne des ehemaligen Bürgerschützenvereins Kaiserswerth e. V. Foto: hs

Das Archiv des Heimat- und Bürgervereins Kaiserswerth e. V. hat seit dem Bezug der Museumsräume an der Fliednerstraße in den 1980er Jahren einen beachtlichen Umfang angenommen. Es besteht nicht nur aus Schriften, Büchern, Dokumenten, Bildern, Fotos und Gemälden, sondern auch aus anderen Gegenständen, die für die Kaiserswerther Geschichte, das Brauchtum und kulturelle Leben von Bedeutung waren oder sind. Teils sind es Nachlässe oder Spenden Kaiserswerther Künstler und Bürger. Dazu zählt zum Beispiel auch das „Schützensilber“ (Kette des Schützenkönigs und Kronprinzen) des früheren Bürgerschützenvereins Kaiserswerth e. V.

Dieser Verein war 1925 unabhängig von der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Düsseldorf-Kaiserswerth 1285 e. V. gegründet worden. In den Jahren 1950/51 löste sich der Verein wieder auf. Viele der Mitglieder schlossen sich der St. Sebastianus Bruderschaft an. Das „Schützensilber“ kam in die Hände des Heimat- und Bürgervereins. Der Banner (Schützenfahne) des Vereins aus dem Jahr 1925 wurde jetzt Ende September von Dr. Ulrich Micke, Chef der St. Sebastianus Bruderschaft, in einem kleinen förmlichen Akt dem Heimat- und Bürgerverein übergeben. Franz-Josef Vogel hatte diese Übergabe vermittelt, damit die historische Fahne in Kaiserswerth bleibt. Dankbar übernahm Kerstin Döhler, Vorsitzende des Heimat- und Bürgervereins, das historisch wertvolle Stück. Auch einige Fotoalben des damaligen Schützenvereins ergänzen das Archiv des Heimat- und Bürgervereins.

Derzeit arbeitet Prof. em. Dr. phil. Dr. h.c. Franz Bosbach vom historischen Institut der Universität Duisburg-Essen ehrenamtlich im Archiv. Ein Katalog des Buchbestandes ist bereits weitgehend fertig und soll ins Internet gestellt werden. Interessierte können dann Bücher zu bestimmten Themen oder von bestimmten Autoren im Museum einsehen.

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