Herz-Jesu in Serm: Jetzt beginnt die Phase der Investitionen

Führen den Förderverein Herz-Jesu Serm (von links): Michael Germ, Hermann Weitz, Faouzia Alhadjiui, Katrin Schumacher und Rainer Kreh. Foto: sam
Führen den Förderverein Herz-Jesu Serm (von links): Michael Germ, Hermann Weitz, Faouzia Alhadjiui, Katrin Schumacher und Rainer Kreh. Foto: sam

Eine positive Bilanz bezüglich der Arbeit des Fördervereins Herz-Jesu in Serm zog Michael Germ. Als Vorsitzender führte er vor gut 50 anwesenden Mitgliedern bei der Jahreshauptversammlung in der Dorfkirche aus: „Jede Säule ist ein Erfolg – für sich, für den Verein und für Sie!“ Jetzt stünden Investitionen an.

Neben den engagierten Dorfkindern und den soliden Finanzen wies er vor allem auf die Säule „Pastorales“ hin. Er wandte sich an Moni Simon und Marlies Schmitz: „Diese Kirche lebt vor allem von dem, was ihr hier alles macht. Das Pastorale ist wohl einzigartig im Duisburger Süden. Wir leben Christsein – Dankeschön!“

In seinem Ausblick hob Germ hervor, dass das 100-jährige Bestehen der Kirche in Serm mit einem bunten Potpourri an Festlichkeiten gefeiert werden soll. Ab sofort ist eine Kombimitgliedschaft möglich, die sowohl für den Förderverein als auch für den Bürgerverein gilt – denn beide würden sich für das Dorf einsetzen. In diesem Jahr soll der Dorfkalender wieder angefertigt werden. Fotos dürfen zugesandt werden.

Wichtig seien die Einnahmen durch die Vermietung des Gemeindezentrums, damit die Schulkinder hier zu Mittag essen können. Germ appellierte dringend, hier auf die Regeln zu achten: „Das Mietverhältnis mit den Wirtschaftsbetrieben muss bestehen bleiben.“

Die Mitglieder gaben grünes Licht für die Pläne des Vorstands. Foto: sam
Die Mitglieder gaben grünes Licht für die Pläne des Vorstands. Foto: sam

Der Förderverein befinde sich nach Germs Angaben in einer „Phase der Konsolidierung“: Bestand die Rücklage Ende 2024 aus 170.000 Euro, so waren es Ende 2025 etwa 250.000 Euro. Für Dezember 2026 rechnet er mit einem Betrag von 300.000 Euro. Dann komme die Phase der Investitionen.

Die erste Berechnung eines Architekten habe Investitionskosten in Höhe von gut 1,466 Millionen Euro ergeben, inklusive Photovoltaikanlage und Heizung. Geplant ist, schrittweise vorzugehen und ein Ranking aufzustellen. Wichtig sei etwa die Modernisierung des Gemeindezentrums samt Lüftungsanlage sowie Toiletten und Fenster. Um das Geld zusammenzubekommen, soll bei Stiftungen nach Unterstützung angefragt werden.

Das Ziel: „Das ganze Ensemble soll mindestens für die nächsten 30 Jahre halten.“ Dazu soll demnächst auch der Bolzplatz zählen. Die Anfrage, ihn auch zu übernehmen, sei beim Bistum gestellt. Angedacht sei, den Weg vom Friedhof zum Bolzplatz zu pflastern, er könne auch als zweiter Rettungsweg dienen. Die Mitglieder gaben mit ihren Stimmkarten grünes Licht für den Fahrplan, die wichtigsten Investitionsmaßnahmen sollen in den nächsten zwei bis drei Jahren umgesetzt werden.

Germ versprach, sich dafür mit ganzem Herzblut einzusetzen und an jeder Tür im Dorf zu klingeln, um auch hier Spenden zu sammeln. Wie bereits angekündigt, werde er im nächsten Jahr sein Amt als Vorsitzender des Fördervereins abgeben.

Nicht zur Wiederwahl stellten sich Heide Apel und Jasmin Bahr. Einstimmig wurden Rainer Kreh als 2. Vorsitzender und Katrin Schumacher als Schriftführerin gewählt.

Der Initiativkreis werde effizienter aufgestellt und soll schlagkräftiger werden. Der geschäftsführende Vorstand soll verkleinert werden, ein Mini-Jobber bei Arbeiten im Büro entlasten. Eine neue Website sei ebenso geplant wie ein identitätsstiftendes Logo für den Ort.

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