HDK ernennt zwei MSV-Manager zu „Bürger des Jahres 2026“

Statt langatmiger Laudatio gab es einen Talk an der Theke, vor Wedau-Kulisse (von links): Oberbürgermeister Sören Link, Christian Koke und HDK-Präsident Michael Jansen. Foto: sam
Statt langatmiger Laudatio gab es einen Talk an der Theke, vor Wedau-Kulisse (von links): Oberbürgermeister Sören Link, Christian Koke und HDK-Präsident Michael Jansen. Foto: sam

Narren und Fußballer feierten am Mittwoch, 11. Februar, gemeinsam im Steinhof in Huckingen. Denn der Hauptausschuss Duisburger Karneval (HDK) ernannte zwei MSV-Manager zu „Bürger des Jahres 2026“: Für ihre Verdienste wurden MSV-Geschäftsführer Michael Preetz sowie der Marketingleiter Christian Koke mit dem Ehrentitel ausgezeichnet. Ihnen sei es gelungen, maßgeblich zum Wiederaufstieg des MSV Duisburg in die 3. Liga und darüber hinaus zu dessen sportlichem und emotionalem Erfolg in der laufenden Saison beigetragen zu haben.

Preetz konnte die Auszeichnung leider nicht persönlich entgegennehmen, da er nach einem Skiunfall in Österreich im Krankenhaus liegt. Aber er schaltete sich aus dem Krankenhaus zu und kündigte an, nächste Woche wieder nach Duisburg zu kommen. Er unterstrich, dass die Würdigung dem ganzen Verein gelte.

Für seine Verdienste um das Brauchtum wurde MSV-Marketingchef Christian Koke vom HDK mit dem Ehrentitel „Bürger des Jahres 2026“ ausgezeichnet (von rechts): HDK-Präsident Michael Jansen, Christian Koke und Oberbürgermeister Sören Link. Foto: sam
Für seine Verdienste um das Brauchtum wurde MSV-Marketingchef Christian Koke vom HDK mit dem Ehrentitel „Bürger des Jahres 2026“ ausgezeichnet (von rechts): HDK-Präsident Michael Jansen, Christian Koke und Oberbürgermeister Sören Link. Foto: sam

So sah es auch Koke, der locker im Gespräch mit HDK-Präsident Michael Jansen und Oberbürgermeister Sören Link vor „Stadionkulisse“ über den MSV sowie sein Leben erzählte: „Diese Auszeichnung geht nur im Team“. Spieler aus der Mannschaft und Mitarbeiter der Geschäftsstelle verfolgten den Talk ebenso interessiert wie Vertreter der verschiedenen Karnevalsvereine, die im HDK zusammengeschlossen sind, sowie der Stadtspitze. Auch Familie und Freunde von Koke waren dabei. Prinz Toni I. hörte ebenfalls genau zu: als bekennender MSV-Fan, der seinen Lieblings- und Heimatverein sowohl auf seinem Karnevalsorden als auch in seiner Prinzenhymne verewigt hat. Er trat im Laufe des Abends genauso auf wie die Kinderprinzen-Crew.

Auch MSV-Geschäftsführer Michael Preetz ist nun „Bürger des Jahres 2026“. Er war aus Österreich zugeschaltet – wegen eines Unfalls beim Skifahren konnte er nicht an der Ehrung in Huckingen teilnehmen. Foto: sam
Auch MSV-Geschäftsführer Michael Preetz ist nun „Bürger des Jahres 2026“. Er war aus Österreich zugeschaltet – wegen eines Unfalls beim Skifahren konnte er nicht an der Ehrung in Huckingen teilnehmen. Foto: sam

Koke, der als „bester Transfer außerhalb des Platzes“ gewürdigt wurde, unterstrich: „Es ist ein Spirit entstanden!“ Es gehe allen darum, den Verein mit Energie nach vorne zu bringen. Spürbar weh getan habe der Abstieg in die vierte Liga – unvergessen bleibe der Ostersonntag in Bielefeld. In vielen positiven Gesprächen habe er eine unglaubliche Wertschätzung und Liebe zum Verein gespürt. „Wir ziehen das durch“ – habe er mit Preetz schließlich nach intensiven Gesprächen entschieden. „Wir wollten versuchen, unser Bestes zu geben. Das ist uns einigermaßen gelungen …“ Jansen betonte die Verbundenheit zwischen den beiden Managern: „Zwischen euch passt kein Blatt Papier“. Koke bestätigte die enge Freundschaft, die es im Fußball so nicht oft gebe. Diese sei auch zielführend für den MSV.

Auch OB Link ist ein bekennender MSV-Fan. „Die Karnevalskollektion ist super geworden“, freute er sich. Er müsse schnell noch Platz im Kleiderschrank für die selbst gekauften Kleidungsstücke schaffen. Wie Jansen und Link unterstrichen, hätten die beiden MSV-Manager durch die Kampagne „MSVereint“ ein neues Wir-Gefühl geschaffen, das sehr sichtbar in der Stadt gelebt werde, beispielsweise durch große Plakate statt kleiner Aufkleber. Die Jugend sei wieder stolz auf den Heimatverein.

„Der Weg soll auf jeden Fall wieder in die 2. Liga führen“, so Koke. „Jedoch: Wir können es nicht versprechen – aber wir werden alles dafür geben.“ Der gebürtige Duisburger, der schon als Kind zu MSV-Spielen gegangen ist und Wasserball sowohl beim DSV 98 als auch beim ASCD gespielt hat und danach Sport studierte, freut sich über die Mentalität beim MSV und seinen Fans: Alle kämpfen, mit dem Herz am richtigen Fleck, stehen zusammen. Dabei gehe es auch viel um Ehrlichkeit. Mit Transparenz sei es gelungen, das Vertrauen der Partner wiederzugewinnen. „Aber wir lassen uns nicht reinreden“, so der 52-jährige Marketing-Chef.

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