Flughafen Düsseldorf verzeichnet 21 Millionen Passagiere und steigert Gewinn um 50 Prozent

Lars Redeligx und Pradeep Pinakatt (von links) stellten die Geschäftszahlen für 2025 in der neuen Hauptfeuerwache vor, die am Wochenende in Betrieb geht. Foto: ah
Lars Redeligx und Pradeep Pinakatt (von links) stellten die Geschäftszahlen für 2025 in der neuen Hauptfeuerwache vor, die am Wochenende in Betrieb geht. Foto: ah

Lars Redeligx, Vorsitzender der Geschäftsführung, und Pradeep Pinakatt, kaufmännischer Geschäftsführer des Flughafens Düsseldorf, haben bei der Jahrespressekonferenz in der neuen Hauptfeuerwache die Verkehrs- und Geschäftsergebnisse für 2025 vorgestellt. Nordrhein-Westfalens größter Flughafen vermeldet deutliches Wachstum bei Passagierzahlen und Gewinn. Zugleich wurde auf Rekordniveau investiert.

Rund 21 Millionen Fluggäste starteten oder landeten im vergangenen Jahr in Düsseldorf, ein Plus von knapp fünf Prozent. Damit fiel das Wachstum deutlich stärker aus als im Durchschnitt der deutschen Flughäfen mit 3,5 Prozent. Täglich wurden rund 57.600 Reisende gezählt, an Spitzentagen mehr als 80.000. Die Zahl der Starts und Landungen stieg auf über 159.900. Im aktuellen Sommerflugplan verbinden mehr als 60 Airlines Düsseldorf mit über 160 Zielen in rund 50 Ländern.

Der Jahresüberschuss der Flughafen Düsseldorf GmbH stieg um knapp 50 Prozent auf 20,2 Millionen Euro bei Umsatzerlösen von 467,2 Millionen Euro. In Infrastruktur und Nachhaltigkeit flossen 94,6 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung sank um 37 Millionen Euro. Das Corona-Darlehen des Landes in Höhe von ursprünglich 250 Millionen Euro soll bis Ende 2026 vollständig getilgt sein.

„Dass wir im zweiten Jahr in Folge um rund eine Million Passagiere wachsen, ist ein starkes Zeichen für die Attraktivität unseres Airports“, sagte Redeligx.

Die Pressekonferenz fand bewusst in der neuen Hauptfeuerwache statt. In das Gebäude flossen 65 Millionen Euro. Es bietet Arbeitsplätze für 200 Feuerwehrleute und wird am Wochenende in Betrieb genommen. Redeligx bezeichnete sie als die modernste und nachhaltigste Feuerwache an einem europäischen Flughafen. Die offizielle Eröffnungsfeier ist für Mai geplant.

Im Rahmen des Masterplans 2045 ist vorgesehen, in den kommenden 20 Jahren rund eine Milliarde Euro zu investieren. Zu den wichtigsten Vorhaben gehören eine Photovoltaik-Großanlage mit rund 40.000 Modulen, ein neues Tanklager mit Gleisanschluss für nachhaltige Kraftstoffe sowie eine Wasserstofftankstelle, die 2027 in Betrieb gehen soll.

Im Rahmen des Masterplans 2045 will der Flughafen in den kommenden 20 Jahren rund eine Milliarde Euro in Infrastruktur und Nachhaltigkeit investieren. Foto: ah
Im Rahmen des Masterplans 2045 will der Flughafen in den kommenden 20 Jahren rund eine Milliarde Euro in Infrastruktur und Nachhaltigkeit investieren. Foto: ah

Im Terminal hat sich nach Angaben der Geschäftsführung bereits einiges verändert. Die neue Rhein Lounge ist teilweise eröffnet und verfügt über eine Außenterrasse mit Blick auf das Vorfeld. Bis Anfang 2027 sollen 24 neue Marken und Gastronomiekonzepte hinzukommen. Über die Hälfte der Sanitäranlagen wird erneuert.

Auf Nachfrage ging Redeligx auf die Auswirkungen der geopolitischen Lage im Nahen Osten ein. Rund fünf Prozent der Passagiere fehlen seit Beginn des Konflikts, etwa 100.000 Reisende pro Monat. Von den regulär 54 wöchentlichen Flügen in die Region finde derzeit etwa ein Drittel statt. Die Jahresprognose wollte er dennoch nicht korrigieren und verwies auf die historische Widerstandsfähigkeit der Branche.

Für die Zukunft setzt die Geschäftsführung auf neue Langstreckenverbindungen. Mit indischen Fluggesellschaften würden Gespräche geführt, auch Direktflüge in die USA seien eine Frage der Zeit, so Redeligx.

Rund 20.000 Menschen arbeiten am Standort. Die jährliche Bruttowertschöpfung liegt bei mehr als vier Milliarden Euro. Im kommenden Jahr feiert der Düsseldorfer Flughafen sein 100-jähriges Bestehen.

Die Flughafenfeuerwehr muss innerhalb von 180 Sekunden jeden Ort des Flughafens erreichen können. Foto: ah
Die Flughafenfeuerwehr muss innerhalb von 180 Sekunden jeden Ort des Flughafens erreichen können. Foto: ah

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