Ferngesteuerte Shuttles starten am Flughafen Düsseldorf in den Praxistest

Aus einem Leitstand im EUREF-Campus werden die Shuttles ferngesteuert. (von links): Win Neidlinger, Geschäftsführer der MIRA GmbH, Lars Redeligx, Vorsitzender der Geschäftsführung des Flughafens Düsseldorf, und Annette Grabbe, Vorständin der Rheinbahn, freuen sich mit Rheinbahn-Fahrer Stephan Reisch am Fahrsimulator über den Start des Testbetriebs. Foto: Rheinbahn
Aus einem Leitstand im EUREF-Campus werden die Shuttles ferngesteuert. (von links): Win Neidlinger, Geschäftsführer der MIRA GmbH, Lars Redeligx, Vorsitzender der Geschäftsführung des Flughafens Düsseldorf, und Annette Grabbe, Vorständin der Rheinbahn, freuen sich mit Rheinbahn-Fahrer Stephan Reisch am Fahrsimulator über den Start des Testbetriebs. Foto: Rheinbahn

Von Montag an rollen am Flughafen Düsseldorf Shuttle-Fahrzeuge, die niemand am Steuer bewegt. Gesteuert werden sie aus der Ferne. Die Rheinbahn, die MIRA GmbH und der Flughafen erproben von Montag, 13. Juli, bis Freitag, 28. August, wie sich solche teleoperierten, also ferngesteuerten Fahrzeuge im öffentlichen Straßenverkehr bewähren. Wer möchte, kann kostenlos mitfahren. Das teilen die drei Partner mit.

Die Shuttles pendeln zwischen dem Flughafenbahnhof und dem Terminalbereich. Ein Fahrer sitzt dabei nicht im Wagen, sondern in einem Leitstand im nahe gelegenen EUREF-Campus, von wo aus er das Fahrzeug fernsteuert. Zur Sicherheit ist zusätzlich eine Begleitperson an Bord, die jederzeit eingreifen kann. Ein- und aussteigen können Fahrgäste an fünf gekennzeichneten Haltepunkten. Sie heißen „Flughafen Bf. (EUREF-Campus)“, „Mündelheimer Weg“, „Lichtenbroich Quartier“, „Flughafen, Halle 7″ und „Flughafen Terminal B/C“.

Unterwegs sind die Shuttles montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr und von 13 bis 15 Uhr, etwa alle 30 bis 40 Minuten. Wer mag, kann im EUREF-Campus während der Betriebszeiten auch den Leitstand und die Fernsteuerung live erleben.

Mit dem Test wollen die Partner herausfinden, wie alltagstauglich die Technik ist, wie sicher sie läuft und wie gut sie bei Fahrgästen und Fahrpersonal ankommt. „Technologische Transformation gelingt nur, wenn wir die Menschen mitnehmen. Deshalb wollen wir neue Technologien gemeinsam mit unseren Fahrerinnen und Fahrern erproben […] und Berührungsängste durch eigenes Erleben abbauen“, sagt Annette Grabbe, Vorständin der Rheinbahn. Nach Angaben von MIRA-Geschäftsführer Win Neidlinger kann die Fernsteuerung helfen, den Nahverkehr trotz wachsenden Fahrpersonalmangels leistungsfähig zu halten.

Für den Flughafen ist die Technik am Boden ein nächster Schritt. „Durch unseren SkyTrain verfügen wir bereits über langjährige Erfahrungen beim Einsatz von vollautomatischen Systemen im öffentlichen Nahverkehr. Jetzt gehen wir den nächsten Schritt und testen, inwieweit sich mit teleoperierten Systemen am Boden unsere Prozesse effizienter gestalten und verbessern lassen“, sagt Lars Redeligx, Vorsitzender der Geschäftsführung des Flughafens Düsseldorf.

Der Testbetrieb gehört zum Forschungsprojekt PoQuaSIA, das im Rahmen der europäischen 8ra-Initiative vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird. Die MIRA GmbH ist ein Unternehmen der Rheinmetall AG.

Vor dem ferngesteuerten Shuttle am Terminal freuen sich die Projektpartner über den Start des Testbetriebs am Flughafen. (von links): Lars Redeligx, Vorsitzender der Geschäftsführung des Flughafens Düsseldorf, Annette Grabbe, Vorständin der Rheinbahn, und Win Neidlinger, Geschäftsführer der MIRA GmbH. Foto: Rheinbahn
Vor dem ferngesteuerten Shuttle am Terminal freuen sich die Projektpartner über den Start des Testbetriebs am Flughafen. (von links): Lars Redeligx, Vorsitzender der Geschäftsführung des Flughafens Düsseldorf, Annette Grabbe, Vorständin der Rheinbahn, und Win Neidlinger, Geschäftsführer der MIRA GmbH. Foto: Rheinbahn

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Fr.
28.
Aug.
montags bis freitags 10 bis 12 Uhr und 13 bis 15 Uhr, etwa alle 30 bis 40 Minuten

Ein Kommentar

  1. In Deutschland würde ich mich michr persönlich in so ein fahrerloses Fahrzeug begeben und mitfahren.
    Bei den Heutigen Verkehrsteilnehmern muss man mit allem rechnen, und wie will dann dieses besagte Fahrzeug reagieren wenn die E – Scooter Fahrer oder kleine Kinder urplötzlich über die Strasse laufen??

    In Japan würde das auf den abgeriegelten Bahntrassen des „Shinkansen“ funktionieren sowie auch auf den Chinesischen Hochgeschwindigkeitsstrecken.

    Da diese Verkehrsregeln viel zu lasch kontrolliert werden und Strafen nur ein Taschengeld darstellen, sorgt die Autolobby dafür dieses zu boykottierten und ist nur ganz schwer umzusetzen.

    Ein Beispiel aus der Confoederatio Helvetia sorgt hier für mehr Abschreckung.
    Dort hat ein Autofahrer aus Deutschland….wieder für Aufsehen gesorgt!!

    Er fuhr nicht mit statt 80 km/h sondern 172 km/h durch den Gotthard Strassentunnel und hat diesen wohl mit dem Nürburgring verwechselt!!
    Die Auswertungen haben für Ihn dann ein lebenslanges Fahrverbot ergeben, und solche drastischen Strafen fehlen bei uns!

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