Düsseldorf macht mobil: Die Radleitroute 1 (RLR1), das Rückgrat der Nord-Süd-Verbindung für Radfahrer, nimmt Form an. Während im Düsseldorfer Norden bereits die ersten Kilometer glänzen, gleicht das Gesamtprojekt einem Puzzle, bei dem noch einige wichtige Teile an ihren Platz rücken müssen.
Gute Nachrichten für alle Pendler und Ausflügler, die zwischen Kaiserswerth und der City in die Pedale treten: Der Ausbau im Norden schreitet zügig voran. Wer aktuell auf der Kaiserswerther Straße oder der Niederrheinstraße unterwegs ist, kann die Fortschritte bereits sehen – und befahren. Der erste große Meilenstein ist geschafft: Auf einer Länge von rund 900 Metern wurde der Teilabschnitt zwischen der Reeser Straße und Am Hain fertiggestellt. Laut Stadtverwaltung fehlt hier nur noch die finale Beschilderung, die zeitnah folgen soll. In den Abschnitten bis zum Freiligrathplatz und vor den Stockumer Höfen schreitet die Bauausführung auf weiteren rund 1.000 Metern planmäßig voran. Bei den Bauarbeiten am Freiligrathplatz müssen sich Radfahrer noch etwas gedulden. Die Umgestaltung des Knotens ist für das dritte Quartal 2026 vorgesehen, ist aber abhängig von den komplexen Ampelplanungen.
Offen ist noch der Bereich der Kreuzung Stockumer Höfe bis zur Alten Flughafenstraße. Hier steht die Planung noch ganz am Anfang und es wird noch dauern, bis Bagger und Markierungsmaschinen anrollen.


Während es im Norden rollt, kämpft der Süden mit „Fremdfaktoren“. Zwischen der Moselstraße und dem Südring sind zwar 1,2 Kilometer größtenteils fertig, doch eine markante Baulücke am S-Bahnhof Völklinger Straße bleibt vorerst bestehen. Hier hat ein Investor Vorrang: Erst wenn dessen Bauvorhaben abgeschlossen ist, kann der Radweg vollendet werden.
Komplizierter wird es am Rheinufer. Zwischen der Rheinkniebrücke und der Theodor-Heuss-Brücke sind die Sanierungen zwar abgeschlossen, es fehlen jedoch noch Markierungen. Ein echtes Nadelöhr ist der Abschnitt an der Rotterdamer Straße (Messe/Arena). Da die Theodor-Heuss-Brücke saniert werden muss (Kragarm-Ertüchtigung), muss die Radroute in ein großräumiges Umleitungskonzept integriert werden. Erst wenn das Amt für Verkehrsmanagement dieses Konzept fertiggestellt hat, herrscht hier Klarheit über den weiteren Ausbau.
Das große Ziel der Landeshauptstadt bleibt aber bestehen: Bis 2027 soll die Radleitroute 1 durchgängig von Nord nach Süd befahrbar sein.
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