Experten-Tipps: Rosen nicht mehr zurückschneiden und düngen – jetzt ist beste Pflanzzeit!

Der Rahmer Rosenzüchter Werner Ruland gibt wertvolle Tipps, wie man Rosenpflanzen gut durch Herbst und Winter bringt. Foto: Obermann
Der Rahmer Rosenzüchter Werner Ruland gibt wertvolle Tipps, wie man Rosenpflanzen gut durch Herbst und Winter bringt. Foto: Obermann

Jetzt, im Spätsommer, gibt es viele Gartenarbeiten, die erledigt werden müssen. Was man bei den Rosenpflanzen beachten sollte, erklärt Rosenzüchter Werner Ruland. Der Inhaber von „Rosen Ruland“ in Rahm züchtet über 50 Rosensorten, mit denen er schon zahlreiche Preise gewonnen hat.

Besonders gut lassen sich Rosen jetzt im Herbst pflanzen. „Die Böden sind nicht nass und lassen sich gut bearbeiten, zudem macht das Pflanzen in der Herbstsonne mehr Spaß als im oftmals kalten und nassen März/April.“ Die Rosenpflanzen haben einen durchwurzelten Ballen und können in Ruhe anwachsen und so im Frühjahr mit voller Wuchskraft direkt durchstarten. „Zudem gibt es bei uns jetzt eine Rabattaktion von 20 Prozent“, erzählt Ruland gern. Zur Internationalen Gartenbauausstellung IGA 2027, die in Duisburg stattfindet, sind aktuell Rosen aus Rulands Programm bestellt worden. Sie werden jetzt im Oktober gepflanzt.

„Das A und O im Hochsommer ist die Bewässerung“, weiß der Experte. „Man sollte lieber einmal pro Woche durchdringend viel Wasser geben und den Schlauch ruhig mal an der Pflanze liegen lassen, statt täglich nur ein bisschen.“ So gibt es auch genug Reserven, wenn es ein trockener Herbst wird. Auf Dünger sollte nun verzichtet werden! So härtet die Rose aus, wird reif und frosthart. Würde man weiter düngen, so entstünden wieder weiche Triebe.

Ein kräftiger Rückschnitt sei jetzt nicht angebracht. Man kann zwar weiter die verblühten Triebe herausschneiden, aber wenn man die abgeblühten Stiele stehen lässt, bilden sich aus den Blüten Hagebutten – „schön anzusehen und gleichzeitig eine willkommene Winternahrung für Vögel.“

Wenn in wenigen Wochen die kalten Tage und Nächte kommen, müsse für ausreichend Winterschutz gesorgt werden. „Unsere Rosen sind allesamt raues Klima gewöhnt und normalerweise reicht in unseren Breitengraden eine Wohnbebauung als Winterschutz aus“, so Ruland. Nur in freien ländlichen Lagen und besonders bei freistehenden Stammrosen empfiehlt der Rahmer zum Einpacken Vlies oder Jute; definitiv ungeeignet sei eine luftdichte Folie. Im Topf gepflanzte Rosen sollten bei Frost ebenfalls mit Vlies abgedeckt und ab und zu gewässert werden.

Nach der Winterpause werden bei „Rosen Ruland“ die frisch aus dem Freiland gerodeten Pflanzen im speziellen Substrat eingetopft. „So wird dann ab Mitte März der Rosengarten am Grünen Weg mit den vielfältigen Pflanzen wieder in seinen wunderschönen Farben erstrahlen“, gibt Werner Ruland einen Ausblick.

Der Frühjahrsrückschnitt sollte dann zur Forsythienblüte vorgenommen werden. Dazu sollte man nicht zu zaghaft sein: „Eine radikal zurückgeschnittene Rose regeneriert sich leichter und belohnt mit zahlreichen und kräftigen Neuaustrieben – sie steht dann einfach gesünder da.“ Doch dazu gibt es dann vom Rosenexperten Ruland im Frühjahr neue Tipps rund um die Rose …

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