Erfolgreiche Rehkitzrettung in Düsseldorf-Nord und Duisburg-Süd

Gerettete Rehkitze, Foto: Karl-Heinz Löckenhoff
Gerettete Rehkitze, Foto: Karl-Heinz Löckenhoff
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Bei Sonnenaufgang sind in diesen Tagen wieder die Kitzretter aus dem Düsseldorfer Norden und dem Duisburger Süden unterwegs. Bedingt durch die Wetterlage hat sich die Grasmahd verspätet und erschwert die Rettung von Rehkitzen, die teilweise zu klein zur Flucht vor den Maschinen oder zu groß sind, um eingefangen zu werden. Dennoch ist es den Landwirten, Naturschützern und Jägern bisher gelungen, im Einzugsgebiet des NORDBOTE zwölf Rehkitze vor dem sicheren Mähtod zu bewahren. Zudem wurden auch Wildentengelege in Wiesen und Hasen gerettet.

Dieser Erfolg ist den Sachkenntnissen, dem hohen persönlichen Einsatz und einer nochmals verbesserten Drohnentechnik zu verdanken, deren Wert im hohen vierstelligen Euro-Bereich liegt und von den beteiligten Gruppen aufgebracht wurde. Aktiver, hochprofessioneller, arbeitsintensiver und ehrenamtlicher Naturschutz, der von den Bürgerinnen und Bürgern, die häufig zuschauen, sehr positiv aufgenommen wird. Die Aktion wird – je nach Wetterlage – noch in den nächsten Wochen fortgesetzt.

Gerettetes Rehkitz, Foto: Friedhelm Heinrichs
Gerettetes Rehkitz, Foto: Friedhelm Heinrichs

Laut Deutsche Wildtierrettung e.V. fallen jährlich der Grünlandmahd in Deutschland ca. 500.000 Wildtiere zum Opfer, darunter Rehkitze, Junghasen und seltene Bodenbrüter wie Kiebitze und Wiesenweihen. Der Grund hierfür ist, dass es in unserer Kulturlandschaft an alternativen Flächen mangelt und Schnittbreiten von bis zu neun Metern mittlerweile üblich sind. Da sich der Fluchtreflex bei Rehkitzen erst ab der zweiten Lebenswoche entwickelt, sind sie besonders gefährdet. Jährlich organisieren Jägerinnen und Jäger mit Unterstützung von Anwohnern und Landwirten großangelegte Suchaktionen.

Moderne Methoden wie die flächendeckende Suche mit Jagdhunden sowie akustische und olfaktorische Vergrämung haben sich als oft nicht ausreichend erwiesen. Die effektivste Methode zur Rettung von Jungwild ist derzeit das Absuchen der zu mähenden Flächen mit Drohnen, die mit Wärmebildkameras ausgestattet sind. Diese Technik ermöglicht ein schnelles und systematisches Absuchen dank automatischer Wegpunktnavigation bei geringem Personalaufwand und ist ein stressarmes Verfahren zur Jungwildrettung.

Gerettetes Rehkitz, Foto: Friedhelm Heinrichs
Gerettetes Rehkitz, Foto: Friedhelm Heinrichs

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