Enttäuschung in der Bezirksvertretung wegen abgespecktem Projekt Marienplatz

Front des Haupthauses im ehemaligen Marienkrankenhausgelände. Foto: hs
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Nach der Schließung des Marienkrankenhauses wurde im März 2020 der Öffentlichkeit und der Bezirksvertretung 5 ein Architektenentwurf vorgestellt. Dieser Entwurf sah die Umwandlung in ein gemischtes Quartier mit 20 Wohnungen, Gastronomie, Boutique-Hotel, Dachterrasse, Arztpraxen, Büros und einer Tiefgarage mit 50 Plätzen vor. Die Freiflächen sollten ansprechend ohne Kfz-Stellplätze gestaltet werden. Die Fläche erhielt offiziell in Anwesenheit des Oberbürgermeisters den Namen „Marienplatz“.

Nach einem Architektenwettbewerb erhielt die Kueppersliving Immobilienentwicklung GmbH in Krefeld von der Grundstückseigentümerin, der kath. Kirchengemeinde St. Suitbertus, das Erbbaurecht. Das Projekt fand bei der Bezirksvertretung im März 2020 große Zustimmung.

Die jetzt eingereichte Bauvoranfrage des Immobilienentwicklers wurde jedoch von der CDU-Mehrheit in der Bezirksvertretung abgelehnt. Beanstandet wurde, dass wesentliche Elemente des ursprünglichen Architektenentwurfs nicht berücksichtigt wurden: Neubauten auf dem ehemaligen Kesselhaus, das „grüne Haus“ und ein Torhaus an St. Swidbert. Auch die Tiefgarage fehlt, die notwendigen Kfz-Stellplätze sollen auf Freiflächen nachgewiesen werden. Zudem soll eine massive Balkonanlage dem Marienkrankenhaus vorgesetzt werden.

Dominik Dimmendahl, Pressesprecher der CDU-Fraktion, äußerte sich dazu: „Selbstverständlich wird kein Wettbewerbsergebnis 1:1 umgesetzt. Planerische und juristische Fragen entwickeln Wettbewerbsergebnisse weiter, besonders im unbeplanten Innenbereich. Hier werden Bezirksvertretung und Bürgerschaft jedoch vor vollendete Tatsachen gesetzt.“ Bezirksbürgermeister Benedict Stieber ergänzte: „Trotz der heutigen Ablehnung durch unsere Fraktion bleibt die Hand zur Zusammenarbeit ausgestreckt. Wir haben ein großes Interesse, den Innenbereich von Kaiserswerth rund um das ehemalige Marienkrankenhaus attraktiv zu gestalten. Wir möchten Fortschritte sehen und sind offen für Gespräche, um einen tragfähigen Kompromiss zu finden.“

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