Ein neues Quartier für die Freiwillige Feuerwehr Kaiserswerth [Video]

Rund 12,5 Millionen Euro hat die Landeshauptstadt in den Neubau der Wache der Freiwilligen Feuerwehr Kaiserswerth investiert. Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf/Melanie Zanin
Rund 12,5 Millionen Euro hat die Landeshauptstadt in den Neubau der Wache der Freiwilligen Feuerwehr Kaiserswerth investiert. Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf/Melanie Zanin

Das neue Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr Kaiserswerth wurde am 11. Juli eingeweiht. Mit musikalischer Begleitung schottischer „pipes and drums“ fuhren die Feuerwehrleute mit allen ihren Fahrzeugen von der Friedrich-von-Spee-Straße zu ihrem neuen Domizil An St. Swidbert 100. Es war allerdings erst einmal ein symbolischer Umzug.

Das neue Gebäude ist modern, funktional, zweckmäßig und endlich groß genug, alle Fahrzeuge und sowohl das männliche als auch weibliche Personal angemessen unterzubringen. Es entspricht in seiner Bauweise und Ausführung höchsten ökologischen Anforderungen. Vom Parkplatz aus betrachtet, könnten Ortsfremde wegen der großen Glasfassade vermuten, es handle sich um ein Hallenbad. Auf der Südseite sind die großen Bäume geblieben und spenden Schatten. Trotz der Größe passt sich das Gebäude mit Ziegelverblendung und Begrünung dem Kaiserswerther Flair an, welches man in der Hochwasserschutzmauer und der Bastion wiederfindet. Wie auch immer, das Objekt ist ein „Hingucker“ für Ausflügler. Der Parkplatz ist bereits mit einigen Bäumen bepflanzt worden. Weitere Bäume und eine Markierung sind vorgesehen.

Das Dach der Feuerwache ist ebenfalls teilweise begrünt und trägt eine Photovoltaikanlage. In Verbindung mit einem Batteriespeicher kann sich die Feuerwache weitgehend selbst mit Strom versorgen. Da es im Hochwasserrisikogebiet liegt, ist das Untergeschoss eine wasserdichte Stahlbetonwanne (weiße Wanne). Ansonsten ist durch die hybride Holzbauweise viel CO2​-lastiger Beton gespart worden.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller würdigte in seiner Begrüßung die enorme Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements der Freiwilligen Feuerwehrleute. Foto: Landeshauptstad Düsseldorf/MelanieZanin
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller würdigte in seiner Begrüßung die enorme Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements der Freiwilligen Feuerwehrleute. Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf/MelanieZanin

In seiner Einweihungsrede mit Schlüsselübergabe sagte Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, diese 12,5 Millionen Euro teure Halle in vorbildlicher und nachhaltiger Bauweise diene einerseits der Sicherheit der Stadt und ihrer Bürger, sei aber auch Ausdruck für die Wertschätzung der Freiwilligen Feuerwehrleute. Deren Engagement sei unverzichtbar.

„Retten, Löschen, Bergen, Schützen“ durch Feuerwehren sei eine tragende Säule unserer Gemeinschaft. Sie sind bestmöglich auszustatten. Er sei stolz auf die Freiwillige Feuerwehr, betonte der Oberbürgermeister. Bei so viel berechtigtem Lob blieb der Beifall der Gäste nicht aus. Die Wertschätzung der Ehrenamtler kam auch dadurch zum Ausdruck, dass nicht nur der Oberbürgermeister nach Kaiserswerth gekommen war, sondern auch Stadtdirektor Burghard Hintzsche und Stadtkämmerin Dorothée Schneider. Die Führungsriege der Berufsfeuerwehr war natürlich auch anwesend. Anzumerken wäre hierzu, dass Freiwillige Feuerwehren oft auch sehr hilfreich sind bei lokalen Festen und Veranstaltungen wie zum Beispiel beim St. Martinszug und im Brauchtum.

Pfarrer Oliver Dregger und Pfarrerin Dr. Petra Brunner spendeten den Segen für die Feuerwehr. Foto: hs
Pfarrer Oliver Dregger und Pfarrerin Dr. Petra Brunner spendeten den Segen für die Feuerwehr. Foto: hs

Die neue Pfarrerin Dr. Petra Brunner in der erweiterten evangelischen Kirchengemeinde Kaiserswerth-Tersteegen (ab 1. April) und Pfarrer Oliver Dregger segneten die Kaiserswerther Feuerwehrleute, die sich dafür vor der Halle zusammen mit der Jugendfeuerwehr aufgestellt hatten. In kurzen Ansprachen und im Gebet wünschten die beiden Kirchenvertreter dem oft gefahrvollen Engagement Unfallfreiheit und Erfolg.

Neben vielen Feuerwehrkameraden der benachbarten Feuerwehren und der Berufsfeuerwehr waren auch viele interessierte Bürger gekommen. Die Kalkumer hoffen, dass noch in diesem Jahrzehnt eine ähnlich moderne neue Feuerwache für sie gebaut wird (im Bereich der Kreuzung von Schlossallee und Zeppenheimer Straße). Es bestand die Möglichkeit, das Kaiserswerther Gebäude in allen Räumen zu besichtigen. Die anerkennenden Kommentare waren „nicht luxuriös, aber zweckmäßig“.

Gäste im Gespräch in der neuen Fahrzeughalle. Foto: hs
Gäste im Gespräch in der neuen Fahrzeughalle. Foto: hs

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