Carsharing oder eigenes Auto, was ist am Ende günstiger? Eine Antwort auf diese Frage gibt jetzt ein kostenloser Online-Rechner der Connected Mobility Düsseldorf GmbH (CMD). Die Stadttochter hat das Werkzeug am Mittwoch, 22. Juli, gemeinsam mit dem Amt für Verkehrsmanagement vorgestellt, wie die Landeshauptstadt Düsseldorf mitteilt. Erreichbar ist der Rechner unter cmd.nrw/carsharing-rechner.
Nutzer wählen zunächst, ob sie bereits ein Auto besitzen oder einen Kauf planen, geben Jahreslaufleistung, Fahrzeugwert und Nutzungsdauer ein und erhalten mit wenigen Angaben eine erste Einschätzung. Wer mag, verfeinert die Rechnung anschließend, von Alltagsfahrten über Tagestouren bis zu Urlaubsreisen, auch ein Deutschlandticket lässt sich einbeziehen. Beim Pressetermin betonten die Entwickler, die Rechnung sei bewusst ehrlich gehalten. Denn gerade Vielfahrer kommen mit dem eigenen Wagen mitunter günstiger weg. Sichtbar wird dafür, was ein privates Auto jenseits des Sprits tatsächlich kostet, vom Wertverlust über Versicherung und Steuer bis zum Parkplatz.
Das Interesse am geteilten Auto wächst in Düsseldorf seit Jahren. Mehr als 30.000 Menschen sind bei den Carsharing-Anbietern registriert, 2021 waren es noch etwa 5.000. Rund 900 Fahrzeuge stehen im Stadtgebiet bereit, vom stationsbasierten Anbieter Cambio bis zu den Free-Floating-Diensten Miles und Free2move. Etwa 31 Prozent der Düsseldorfer Haushalte besitzen ohnehin kein eigenes Auto. Parallel baut die Stadt ihr Netz an Mobilitätsstationen aus. 34 sind in Betrieb, bis 2035 sollen es 100 werden.
Gerade für den Düsseldorfer Norden ist das Thema spannend. Von Stockum über Lohausen und Unterrath bis nach Kaiserswerth, Kalkum, Wittlaer und Angermund verzeichnet die Stationskarte bislang keinen einzigen Carsharing-Standort, die vorhandenen Stationen ballen sich in der Innenstadt und den angrenzenden Stadtteilen. Genau das können die Leser ändern. Der Rechner hilft dabei sogar mit. Die Nutzer können angeben, wo sie wohnen oder wo sie sich ein Carsharing-Angebot wünschen. Diese Daten fließen in die Planung künftiger Stationen ein. Vorgestellt wurde das Projekt von Holger Odenthal, dem stellvertretenden Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement, CMD-Geschäftsführer Rolf Neumann und Dominik Bommer, der den Rechner bei der CMD verantwortet.
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