Düsseldorf plant Trauzimmer im historischen Pumpenhaus am Rhein

Das alte Pumpenhaus auf dem Kaiserswerther Deich von der weniger verschmierten, noch eingezäunten Landseite aus. Archivfoto: hs
Das alte Pumpenhaus auf dem Kaiserswerther Deich von der weniger verschmierten, noch eingezäunten Landseite aus. Archivfoto: hs

Für den Ort der standesamtlichen Trauung suchen sich verliebte Paare immer häufiger außergewöhnliche Orte aus. Die städtischen Standesämter bieten inzwischen sehr viele Möglichkeiten an den unterschiedlichsten Orten. Das kann zum Beispiel auf einem Leuchtturm am Meer sein, im Kölner Schokoladenmuseum, im Düsseldorfer Hetjensmuseum, auf einem Floß im Unterbacher See oder an vielen anderen, mehr oder weniger spektakulären Orten.

Die Stadtverwaltung Düsseldorf schlägt jetzt der Bezirksvertretung 5 in einer Machbarkeitsstudie ein Trauzimmer im alten (Abwasser)Pumpenhaus auf dem Kaiserswerther Deich vor (Herbert-Eulenberg-Weg 8). Kaiserswerth ist nun mal ein beliebter, liebenswerter Ort. Im historischen Rathaus am Markt gibt es zwar ein Trauzimmer, in dem schon eine Hohenzollernprinzessin geheiratet hatte. Vielleicht ist das aber nicht mehr spektakulär genug. Zurzeit sind dort wegen Instandsetzungsarbeiten am Gebäude keine Trauungen möglich.

Im Vordergrund der Machbarkeitsstudie stand allerdings eine Nutzung als Ateliers für Künstler und für Ausstellungen, diverse kulturelle Nutzungen wie Probenraum, Schreibwerkstatt oder ähnliches. Ein von außen zugänglicher Strom- und Wasseranschluss für das lokale Brauchtum ist vorgesehen. Direkt unterhalb liegt der „schönste Schützenplatz am Rhein“, auf dem die Kaiserswerther St. Sebastianus Schützen im Sommer ihr Fest feiern.

Das Trauzimmer mit Mehrfachnutzung könne circa 50 Quadratmeter groß sein, vorwiegend im Sommer zu nutzen (keine Heizung). Je nach Ausbaustandard werden Kosten zwischen 370.000 Euro und 710.000 Euro veranschlagt. Ausbauleistungen wie zum Beispiel Anstrich und Montage von Leuchten könnten zum Beispiel auch von Künstlern übernommen, Leitungen über Putz verlegt werden.

Durch den langen Leerstand, Vandalismus und Wasserschäden sei das Objekt in schlechtem Zustand, stellt die Verwaltung fest. Das Projekt stünde unter dem Thema „ein Denkmal erlebbar machen“.

Die Kosten für die von einem externen Planer erarbeitete Machbarkeitsstudie hatte die Bezirksvertretung 5 aus den ihr für den Stadtbezirk 5 zur Verfügung stehenden Mitteln übernommen. Die Umsetzung würde die ihr zur Verfügung stehenden Mittel übersteigen. So konnte sie die Machbarkeitsstudie nur zur Kenntnis nehmen und wird weiter über das Projekt beraten.

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