Die Theodor-Heuss-Brücke soll als wichtige Rheinquerung bis zu ihrem Neubau erhalten bleiben. Damit sie verkehrssicher bleibt und ihre Bausubstanz geschützt wird, hat die Stadt Düsseldorf die Brücke bereits für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt. Voraussichtlich ab Ende dieses Jahres soll zusätzlich die Sanierung der Kragarme beginnen. Während dieser Arbeiten, die etwa zweieinhalb Jahre dauern, kann die Brücke in beide Richtungen nur noch einspurig und mit Tempo 30 befahren werden. Das teilt die Stadt Düsseldorf mit.
Rund 30.500 Fahrzeuge können die Querung täglich weiterhin nutzen. Gleichzeitig müssen aber rund 42.500 Fahrzeuge pro Tag umgeleitet werden. Damit die Einschränkungen für alle Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich bleiben, hat die Stadt ein großräumiges Verkehrskonzept erstellen lassen, das mit Beginn der Kragarmsanierung greift.
Großräumige Umleitungen sollen den Verkehr verteilen
Der Schwerverkehr über 3,5 Tonnen wird schon jetzt weiträumig über die Autobahnen A 52, A 57 und A 44 geführt. Der innerstädtische Schwerverkehr fährt auf der West-Ost-Achse über die Rheinkniebrücke. Diese Strecken können auch Autofahrer nutzen, im Norden über die Rheinbrücke der A 44, von der Anschlussstelle Büderich über die Rheinkniebrücke und im Süden über die Fleher Brücke (A 46) sowie die Josef-Kardinal-Frings-Brücke.
Durch die gezielte Umleitung des Durchgangsverkehrs über die Rheinkniebrücke werden auf der Theodor-Heuss-Brücke Kapazitäten für jene frei, die weiterhin auf die Querung angewiesen sind. Während der Einschränkung greifen erneut die Alternativroutenstrategien, die schon bei der Sperrung des Rheinufertunnels funktioniert haben. Auf diesen Routen werden die Ampelschaltungen angepasst, und die städtischen LED-Tafeln weisen die Verkehrsteilnehmer auf die jeweils empfohlene Strecke hin. Um die Nord-Süd-Achse im Rechtsrheinischen leistungsfähig zu halten und eine Überlastung der Oberkasseler Brücke zu vermeiden, werden die rechtsrheinischen Zufahrten vom Joseph-Beuys-Ufer zur Oberkasseler Brücke gesperrt. Für Einsatzfahrzeuge gilt diese Sperrung nicht.
Beim Bus bleibt es beim bisherigen Konzept
Im Vorfeld hat die Stadt geprüft, ob die Buslinien über die Oberkasseler Brücke umgeleitet werden können. Die Analysen zeigten jedoch eine zu geringe Fahrgastnachfrage bei zugleich hohen Risiken für einen verlässlichen Fahrplan. Damit die Fahrgäste eine stabile Verbindung behalten, bleibt das Betriebskonzept der Rheinbahn vorerst unverändert.
Die empfohlenen Routen sind nicht für jede Verbindung die beste Wahl. Die Fachleute der Stadt gehen deshalb davon aus, dass sich ein Teil des Verkehrs auch auf weitere Straßen im Stadtgebiet verteilt, was punktuelle Überlastungen einzelner Abschnitte verringern soll. Alle Sperrungen werden automatisiert an die Mobilithek übermittelt und stehen dort den Navigationsdiensten zur Verfügung. Das Konzept stimmt die Stadt fortlaufend mit Feuerwehr, Polizei, Rheinbahn und weiteren Fachämtern ab.
Wie schon bei der Rheinufertunnelsperrung will die Stadt das Projekt eng mit Verkehrsdaten begleiten und bei Bedarf nachsteuern, etwa mit zusätzlichen Wegweisungen. Den Verkehrsteilnehmern rät sie, je nach Route einen Zeitpuffer einzuplanen und verstärkt Bus und Bahn sowie die Park-and-Ride-Angebote in Düsseldorf und im Umland zu nutzen.

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