Nach den U23-Weltmeisterschaften im Rudern steht die Regattabahn im Sportpark Wedau schon wieder vor internationalen Titelkämpfen. Von Dienstag bis Sonntag, 15. bis 20. September, wird dort die Kanupolo-Weltmeisterschaft ausgetragen. Gemeldet sind 76 Mannschaften aus 28 Nationen, wie die Auslosung des Weltverbands ICF vom 21. August zeigt. Der Deutsche Kanu-Verband erwartet mehr als 700 Athletinnen und Athleten.
Vergeben werden die Titel vom Weltverband ICF, die Organisation vor Ort liegt beim Deutschen Kanu-Verband und beim Verein für Wettkampforganisation Kanu-Polo. Torsten Weil, Generalsekretär des Organisationskomitees, nennt den Start des Ticketverkaufs einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Weltmeisterschaft. Gespielt wird in vier Wettbewerben, bei Frauen und Männern jeweils in der offenen Klasse und in der Altersklasse U21. Mindestens vier Spielfelder liegen dafür auf dem Wasser.
Kanupolo wird mit fünf Spielerinnen oder Spielern je Mannschaft gespielt. Aus dem Boot heraus versuchen sie, den Ball in ein über dem Wasser hängendes Tor zu bringen. Der NORDBOTE hat die Sportart im Juni bereits beim NRW-Kanu-Testival auf der Regattabahn gezeigt, wo ein einzelnes Tor als Vorgeschmack auf die WM aufgebaut war.
Eröffnet wird die Weltmeisterschaft am Montag, 14. September, um 19 Uhr an der Tribüne. Tags darauf beginnen die Spiele der U21, ab Mittwoch, 16. September, greifen die Aktiven ein. Insgesamt stehen 359 Partien an, an den vollen Tagen von morgens bis in den frühen Abend. Am Freitag rollt der erste Ball bereits um 7.30 Uhr. Die Endspiele der U21 fallen auf den Samstag, das der Frauen um 17 Uhr und das der Männer um 17.40 Uhr. Am Sonntag folgen die Finals der Aktiven, die Frauen spielen um 15 Uhr, die Männer um 15.40 Uhr, danach steht die Abschlussfeier an.
Für die deutschen Mannschaften ist es ein Heimspiel mit hohen Erwartungen. Die Männer gehen als amtierender Weltmeister und als Sieger der World Games 2025 an den Start, die Frauen holten im chinesischen Chengdu ebenfalls Gold.
Duisburg stellt gleich mehrere Beteiligte. Mirko Günther leitet die Regattabahn und trainiert zugleich die deutsche Frauen-Nationalmannschaft. „Auf das Turnier an meinem Arbeitsplatz freue ich mich jetzt schon“, sagte er vor den World Games der Sportstadt Duisburg. Björn Zirotzki betreut die Männer-Nationalmannschaft, gemeinsam führen beide auch die Duisburger Bundesligamannschaft. Im deutschen Kader stehen mit Katharin Grünewald, Erik Beukenbusch und Tim Riecke drei Aktive des 1. Meidericher Kanu-Clubs.
Zuschauer brauchen ein Ticket. Für die Spieltage von Dienstag bis Freitag kostet die Tageskarte 12 Euro, ermäßigt 6 Euro. An den beiden Finaltagen kostet ein Stehplatz 18 Euro und ein Sitzplatz 22 Euro, ermäßigt sind es 9 beziehungsweise 11 Euro. Die Dauerkarte für alle sechs Wettkampftage liegt bei 65 Euro, ermäßigt bei 29 Euro. Dazu kommen Familien- und Wochenendkarten sowie VIP-Plätze. Verkauft werden die Tickets über canoepolo-worldchampionchips2026.ticket.io, Informationen zur WM stehen auf vfw-kanupolo.de. Die Regattabahn liegt an der Kruppstraße 28a in Duisburg-Wedau.
Die Wettkämpfe treffen auf eine frisch hergerichtete Anlage. Erst im Juli hatte die Stadt Duisburg das rund 30 Millionen Euro teure neue Regattahaus an den Sport übergeben, die U23-Weltmeisterschaften im Rudern waren die erste internationale Veranstaltung mit dem Gebäude im Vollbetrieb.
Danach geht der Reigen weiter. Der Verein Regatta Duisburg kündigt für Freitag bis Sonntag, 14. bis 16. Mai 2027, die Internationale Wedau-Regatta im Rudern an, zwei Wochen später folgt von Freitag bis Sonntag, 28. bis 30. Mai 2027, der Weltcup im Kanu-Rennsport und Parakanu. Dieser Weltcup gehört zur Qualifikation für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2028 in Los Angeles, wie Dr. Jens Kahl, Sportdirektor des Deutschen Kanu-Verbands, mitteilt. 2028 kommt zudem der dritte Ruder-Weltcup nach Wedau.
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