Der verborgene Suitbertus-See in Kaiserswerth wird zur Kunstbühne

Daniel Hölzl und Abie Franklin schaffen mit „BYCATCH" einen begehbaren Steg aus aufblasbaren Tetrapoden. Foto: ah
Daniel Hölzl und Abie Franklin schaffen mit „BYCATCH" einen begehbaren Steg aus aufblasbaren Tetrapoden. Foto: ah

Ein See, den sonst kaum jemand zu sehen bekommt, öffnet sich diesen Sommer für die Kunst. Von Samstag, 4. Juli, bis Sonntag, 9. August, von 12 bis 19 Uhr ist die Kunsthalle Düsseldorf mit der Ausstellung „Beneath the Surface, Beyond the Trees“ am Suitbertus-See in Kaiserswerth zu Gast. Wie die Kunsthalle mitteilt, wird das abgeschirmte, von Grün umgebene Gewässer dafür eigens geöffnet und erstmals zur Bühne für künstlerische Interventionen.

Der Suitbertus-See ist normalerweise nicht öffentlich zugänglich. Seit 1970 nutzt ihn der SAC Düsseldorf-Kaiserswerth 1909 zum Angeln. Die Ausstellung ist Teil der neuen Reihe „Kunsthalle unterwegs“, mit der das Haus mit Projekten in den Stadtraum geht, von Ausstellungen über Performances und Konzerte bis zu Screenings und Diskursformaten.

Fünf künstlerische Positionen treten am See in einen Dialog mit dem Ort, mal behutsam, mal irritierend. Die aus Peru stammende und in Düsseldorf lebende Sofía Magdits Espinoza verwandelt eine kleine Holzhütte mit Architekturelementen und Geweben aus Stoff und Wolle in ein farbenfrohes Domizil. Die Berliner Künstler Daniel Hölzl und Abie Franklin schaffen einen begehbaren Steg aus aufblasbaren Tetrapoden. Die tiefblauen, beschrifteten Bänke von Finnegan Shannon aus den USA laden zum Verweilen und Nachdenken ein.

Der ukrainische Künstler Aljoscha bringt mit transparenten Skulpturen aus Acrylglas schwebende, wasserähnliche Formen auf das Wasser. Sophie Utikal, in den USA geboren und in Berlin lebend, zeigt großformatige, figurative Textilarbeiten. So lädt „Beneath the Surface, Beyond the Trees“ zu einer behutsamen Annäherung an einen sonst verborgenen Naturraum mitten im Stadtgebiet ein.

Sofía Magdits Espinoza verbindet in „Are we feeling blue? An ode to the sea" Handgewebe, Wolle und Videoprojektion. Foto: Katharina Alba
Sofía Magdits Espinoza verbindet in „Are we feeling blue? An ode to the sea“ Handgewebe, Wolle und Videoprojektion. Foto: Katharina Alba
Der ukrainische Künstler Aljoscha bringt schwebende, wasserähnliche Formen aus Acrylglas auf das Wasser. Foto: privat
Der ukrainische Künstler Aljoscha bringt schwebende, wasserähnliche Formen aus Acrylglas auf das Wasser. Foto: privat
Die beschrifteten blauen Bänke von Finnegan Shannon laden zum Verweilen und Nachdenken ein. Foto: Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Die beschrifteten blauen Bänke von Finnegan Shannon laden zum Verweilen und Nachdenken ein. Foto: Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Sophie Utikal zeigt am Suitbertus-See großformatige, figurative Textilarbeiten wie „I want to lay down next to you". Foto: Hannah Neander
Sophie Utikal zeigt am Suitbertus-See großformatige, figurative Textilarbeiten wie „I want to lay down next to you“. Foto: Hannah Neander

NORDBOTE-Newsletter
Neuste Nachrichten für Düsseldorf-Nord und Duisburg-Süd, Events und Angebote jeden Dienstag- und Freitagmorgen direkt in Ihr Mail-Postfach!

noch bis
So.
9.
Aug.

2 Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert