Der Radweg hat an der Kalkumer Schlossallee einen gefährlichen Engpass

Auf der Rampe der Bahnbrücke an der Kalkumer Schlossallee bleibt Radfahrern nur ein schmaler Streifen ohne Abstand zum mindestens 70 km/h schnellen Verkehr, die Bezirksvertretung 5 hatte eine Verbreiterung schon vor Jahren beantragt. Foto: ah
Auf der Rampe der Bahnbrücke an der Kalkumer Schlossallee bleibt Radfahrern nur ein schmaler Streifen ohne Abstand zum mindestens 70 km/h schnellen Verkehr, die Bezirksvertretung 5 hatte eine Verbreiterung schon vor Jahren beantragt. Foto: ah

Der auf der amtlichen Radwegekarte ausgewiesene und sichere Radweg nach Ratingen führt über Auf der Reith, Lünensche Gasse und An der Anger. Es ist schon sehr lange ein Ärgernis, dass der direkte Weg über die Kalkumer Schlossallee einen sehr gefährlichen Engpass hat, sehr schmal und ohne Abstand zum mindestens 70 km/h schnell fließenden Verkehr. Auf diesem Teilstück ist Radfahren auf der Fahrbahn zwar erlaubt, aber nicht empfehlenswert.

Der Engpass ist jedoch nicht die Brücke über die Bahntrasse, sondern deren Rampen. Sie sind besonders lang, weil sie zu Zeiten aufgeschüttet wurden, als auf der damals schon wichtigen Verbindung Pferde die Antriebskraft für alle Fahrzeuge waren. Die Brücke selbst ist vor Jahren saniert und verbreitert worden. Dort ist ein breiterer Fuß- und Radweg vorhanden. Außerdem ist er mit Leitplanken von der Fahrbahn abgetrennt. Die Bezirksvertretung 5 hatte eine Verbreiterung der Rampen schon vor Jahren vorgeschlagen beziehungsweise beantragt. Das wurde von den zuständigen Behörden jedoch abgelehnt, mit der Begründung der dann notwendigen Eingriffe in den Kalkumer Wald.

Lkw, Taxi und Pkw fahren in Kolonne über die Rampe an der Kalkumer Schlossallee, der Engpass des Radwegs nach Ratingen liegt nicht auf der sanierten Brücke, sondern auf ihren Rampen. Foto: ah
Lkw, Taxi und Pkw fahren in Kolonne über die Rampe an der Kalkumer Schlossallee, der Engpass des Radwegs nach Ratingen liegt nicht auf der sanierten Brücke, sondern auf ihren Rampen. Foto: ah
Der Seitenstreifen auf der Rampe der Bahnbrücke an der Kalkumer Schlossallee ist so schmal, dass Radfahrer keinen Abstand zum mindestens 70 km/h schnellen Verkehr haben. Foto: ah
Der Seitenstreifen auf der Rampe der Bahnbrücke an der Kalkumer Schlossallee ist so schmal, dass Radfahrer keinen Abstand zum mindestens 70 km/h schnellen Verkehr haben. Foto: ah

Die vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr NRW angesprochene „Bauwerkserneuerung“ aufgrund einer Eingabe eines Bürgers, die Radweglücke zu schließen, ist sehr vage. Derzeit „würde der Vorentwurf für den Lückenschluss des Geh- und Radweges planerisch erstellt. Aufgrund der Berücksichtigung verschiedenster Belange bedarf es hierfür einiger Zeit. Aktuell wird geprüft, ob eine Bahnsperrpause Mitte 2028 genutzt werden kann, um mit dem Bau zu beginnen“, so das Ministerium.

Kann die notwendige Verbreiterung der Rampen nicht vorgezogen werden? Eine Erneuerung der Brücke selbst erscheint nicht vordringlich. Offensichtlich ist auch eine Erneuerung im Rahmen des Ausbaus der Bahnstrecke für den RRX nicht erforderlich. Eine totale Sperrung der Brücke während der Bauzeit wäre sehr problematisch. In dieser Zeit müsste der Verkehr über beziehungsweise durch Angermund umgeleitet werden. Man mag sich die Belastung der Anwohner nicht ausdenken.

Zu bemerken ist noch, dass auf der Strecke nach Ratingen in den vergangenen Jahren der Tod eines Radlers zu beklagen war. Er wollte die Kalkumer Schlossallee an einer der beiden Stellen überqueren, die bei Nutzung der Umleitung über die Lünensche Gasse zu überqueren sind. Zudem ist der gesamte Radweg auf der Südseite der Kalkumer Schlossallee für Begegnungsverkehr von zwei Radlern zu schmal, einer muss absteigen. Der Düsseldorfer Norden ist auf Wirtschafts- und Waldwegen wunderbar für Radler-Ausflüge in der freien Landschaft, aber nicht für Pendler, Schüler und Besorgungsfahrten per Rad, schon gar nicht per Lastenrad.

Erst am Übergang zur Brücke wird der Weg breiter, eine Verbreiterung der Rampen wurde vor Jahren mit Verweis auf die Eingriffe in den Kalkumer Wald abgelehnt. Foto: ah
Erst am Übergang zur Brücke wird der Weg breiter, eine Verbreiterung der Rampen wurde vor Jahren mit Verweis auf die Eingriffe in den Kalkumer Wald abgelehnt. Foto: ah
Die Brücke über die Bahntrasse ist vor Jahren saniert und verbreitert worden und hat einen mit Leitplanken abgetrennten Fuß- und Radweg, der Engpass liegt auf den Rampen davor und dahinter. Foto: ah
Die Brücke über die Bahntrasse ist vor Jahren saniert und verbreitert worden und hat einen mit Leitplanken abgetrennten Fuß- und Radweg, der Engpass liegt auf den Rampen davor und dahinter. Foto: ah
Auf der Kalkumer Schlossallee Richtung Ratingen ist der Radweg auf der Südseite für Begegnungsverkehr zu schmal, einer der beiden Radler muss absteigen. Foto: ah
Auf der Kalkumer Schlossallee Richtung Ratingen ist der Radweg auf der Südseite für Begegnungsverkehr zu schmal, einer der beiden Radler muss absteigen. Foto: ah

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2 Kommentare

  1. „Aktuell wird geprüft, ob ein Bahnsperrpause Mitte 2028 genutzt werden kann, um mit dem Bau zu beginnen.“
    Bereits vor fast einem Jahr hat Straßen.NRW mit fast der gleichen Antwort auf meine Anfrage zur Verbreiterung der Brückenrampe geantwortet (siehe BV5/135/2025).

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