Der Freiheitshagen in Angermund soll saniert werden

Die Straße Freiheitshagen in Angermund soll umfassend saniert werden. Archivfoto: ah
Die Straße Freiheitshagen in Angermund soll umfassend saniert werden. Archivfoto: ah

Die Bezirksvertretung 5 wurde in ihrer letzten Sitzung darüber angehört, ob der Rat der Stadt die Verwaltung beauftragt, für das Projekt Freiheitshagen – Ausbau der Verkehrsflächen und Entwässerungseinrichtungen die Planung durchzuführen und eine Kostenberechnung zu erstellen. Immerhin geht es hier um eine Gesamtsumme von ca. 5,2 Millionen Euro.

Die Straße Freiheitshagen verläuft auf einer Länge von ca. 270 m von der Lintorfer Waldstraße bis zum Eingang der Bezirkssportanlage und ist seit 1980 unbeschränkt öffentlich gewidmet. Sie war ursprünglich als einfache Zufahrt zur Sportanlage errichtet worden. Die gesamten Verkehrsflächen besitzen keine ordentlichen Entwässerungseinrichtungen. Während der vordere Teil der Straße über den Rahmer Bach entwässert, ist der überwiegende Teil lediglich an zwei Sickerungsschächte angeschlossen, die kaum bis gar nicht mehr funktionsfähig und darüber hinaus nicht mehr genehmigungsfähig sind.

Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten soll das anfallende Niederschlagswasser nach Jahrzehnten nun endlich in die Regenwasserkanalisation eingeleitet werden. Bereits im Jahr 2008 ist hierzu eine Machbarkeitsstudie verfasst worden, auf deren Grundlage im Jahr 2014 eine umfangreiche Vorentwurfsplanung erstellt wurde. Danach ist der Bau eines unterirdischen Rückhaltebauwerks mit einem geschätzten Gesamtvolumen von 352 m³ notwendig. Die Entleerung soll über eine Pumpenanlage gedrosselt in den Regenwasserkanal in der Graf-Engelbert-Straße erfolgen. Die Drosselung der Zufuhr ist deshalb notwendig, weil allein durch den letzten Neubau an der Graf-Engelbert-Straße der Kanal bei Starkregen bereits überzulaufen droht. Was dann passiert, bleibt abzuwarten.

Der SEBD (Stadtentwässerungsbetrieb Düsseldorf) empfiehlt aufgrund der neuen Gesamtsituation (öffentliche/private Flächen) zwingend eine Überarbeitung der gesamten Entwässerungsplanung. Insofern seien die genannten Kosten auch lediglich „vorläufiger Natur“. Die Kosten für Planung, Bau und Betrieb der öffentlichen Entwässerungsanlagen liegen beim SEBD, die privaten Entwässerungsanlagen einschließlich der erforderlichen Rückhaltungen liegen im Zuständigkeitsbereich der jeweiligen Grundstückseigentümer – was immer auch Letzteres bedeuten mag.

Die Vorentwurfsplanung soll nunmehr auf den aktuellen Stand gebracht werden, wobei auch zu prüfen sein wird, ob noch eine Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig ist. Nach Abschluss der Kanalarbeiten soll dann die gesamte Straße grunderneuert – also noch einmal wieder geteert – werden. Neben den allgemeinen Baupreissteigerungen enthält die Kostenberechnung noch Abweichungen von +/- 30 %. Der Bedarfsbeschluss hat am 28. Mai den Rat der Stadt Düsseldorf ohne Beanstandungen einstimmig passiert.

Babette de Fries, stellvertretende Bürgermeisterin des Stadtbezirks 5, erklärte hierzu: „Die Sanierung bringt endlich die notwendige Verkehrssicherheit für alle, die die Straße nutzen – und sorgt dafür, dass der Weg künftig trocken und gefahrlos passierbar bleibt.“

Die betroffenen Grundstückseigentümer wird’s kaum freuen dürfen. Aber warten wir erst einmal „die paar Jahre“ ab, die für die weitere Planung verstreichen werden.

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