In Unterrath ist der erste Spatenstich für das neue Hallenbad gesetzt. Oberbürgermeister Stephan Keller, Stadtdirektor Burkhard Hintzsche und die beiden Bezirksbürgermeisterinnen Annette Klinke und Birgit Schentek griffen dafür am Freitag, 17. Juli, gemeinsam mit Peter Schwabe und Christoph Schlupkothen von der Bädergesellschaft Düsseldorf zum Spaten. Der Neubau entsteht an der Ulmenstraße Ecke An der Piwipp und soll 2028 fertig sein. Bauherrin ist die Bädergesellschaft Düsseldorf im Auftrag der Landeshauptstadt.
Das Bad soll später Schulschwimmen, Vereinssport und öffentliches Schwimmen unter modernen Bedingungen möglich machen. „Mit dem Spatenstich für das neue Schwimmbad in Unterrath setzen wir ein wichtiges Zeichen für den Sport in Düsseldorf, für die Familienfreundlichkeit unserer Stadt und für die Kraft, auch in wirtschaftlich schweren Zeiten in die Lebensqualität und Attraktivität Düsseldorfs zu investieren“, sagte Oberbürgermeister Stephan Keller. Mit dem Neubau gehe das Bäderkonzept 2020 in seine finale Runde.


Geplant ist ein 25-Meter-Schwimmerbecken mit fünf Bahnen und einer Sprunganlage mit Ein- und Drei-Meter-Plattform. Dazu kommen ein thermisch und akustisch abgetrenntes Lehrschwimm- und Kursbecken mit Hubboden sowie ein Kleinkinderbecken. Für die jüngsten Gäste wird eine 5 Meter hohe Rutsche in den Kinderbereich eingebaut. Vorgesehen sind außerdem ein Whirlpool, ein Dampfbad und eine Infrarotkabine.

Beim Energiekonzept liegt der Fokus konsequent auf Nachhaltigkeit. Auf einer Fläche von 867 Quadratmetern werden mehr als 400 Photovoltaikmodule mit einer Leistung von rund 200 Kilowattpeak installiert. Geheizt wird über eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe in Kombination mit Luft-Wasser-Wärmepumpen, ergänzt um eine Wärmerückgewinnung aus dem Abwasser von Duschen und Becken sowie aus der Lüftung. Den Betrieb der Wärmepumpen deckt zu großen Teilen der eigene Solarstrom, der zusätzlich bezogene Strom stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Damit verursacht das Bad durch seinen Energiebezug keinen CO2-Ausstoß, als erstes Bad in Düsseldorf und als eines der wenigen in ganz Deutschland. Eine Dachbegrünung soll das Mikroklima verbessern und Regenwasser zurückhalten.

Das bisherige Hallenbad an der Mettlacher Straße wurde 1967 als klassisches Zweckbad eröffnet. Nach fast sechs Jahrzehnten entspricht es in wesentlichen Bereichen nicht mehr dem Stand der Technik, der Energieaufwand ist hoch und wiederkehrende Havarien machen einen wirtschaftlichen Weiterbetrieb schwierig. Ein Neubau war bereits im Bäderkonzept 2020 vorgesehen, zunächst am alten Standort. Nach einem Workshopverfahren entschied sich der Rat der Landeshauptstadt am 19. September 2019 mehrheitlich für die Ulmenstraße.
Ein Vorteil des neuen Standorts ist, dass das alte Bad bis zur Eröffnung weiterlaufen kann. Davon profitieren vor allem die Schulen, die das Bad in großem Umfang für den Schwimmunterricht nutzen, aber auch Vereine, Sportgruppen und die Öffentlichkeit müssen voraussichtlich nicht auf andere Standorte ausweichen. An der Hauptverkehrsstraße ist der Neubau zudem gut mit Schulbussen zu erreichen.
Mit dem Hallenbad Unterrath geht das Bäderkonzept 2020 in sein letztes Projekt. Zuvor waren bereits das Rheinbad und das Bad in Niederheid neu gebaut sowie die Standorte Flingern, Oberkassel und Benrath modernisiert worden. Weitere Informationen zu den städtischen Bädern gibt es unter www.baeder-duesseldorf.de.
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