Hausbesitzer in denkmalgeschützten Siedlungen – wie etwa in Wedau und Bissingheim – können aufatmen und ihre Immobilien nun nach aktuellen Erfordernissen klimagerecht gestalten. SPD-Ratsherr Dieter Lieske weist darauf hin, dass dies durch die aktuelle Rechtsprechung endlich erleichtert werde.
„Denkmalschutz hat einen hohen Stellenwert, aber klar ist auch, dass Wohnbedingungen sich in alten Siedlungen in einem Zeitraum von bis zu über 100 Jahren stark verändert haben. Insbesondere die energetische Sanierung steht angesichts des sich stark verändernden Klimas ganz oben auf der Agenda“, so der Ratsherr.
Die aktuelle Rechtsprechung gebe nun dem Klimaschutz Vorrang vor dem Denkmalschutz. Sein Rat: „Allerdings sind dennoch auch weiterhin denkmalrechtliche Vorschriften zu beachten. Aus diesem Grunde sollte man sich vor Umbaumaßnahmen erkundigen und beraten lassen, in welchem Rahmen diese nun gestattet werden.“
Eine wertvolle Orientierung gebe nun die neue Handreichung der Stadt, die jeder Bürger online abrufen kann. Hier seien auch die alten Denkmal-„Empfehlungen“ eingearbeitet. Ebenso zeige die Handreichung beispielhaft, in welchem Rahmen in denkmalgeschützten Siedlungen bereits Maßnahmen umgesetzt wurden.
Der Unmut von Anliegern sei bei einer Veranstaltung sehr deutlich geworden, zu der der SPD-Ortsverein Sechs-Seen 2024 eingeladen hatte. Etwa 140 Teilnehmer hatten mit Oberbürgermeister Sören Link und dem zuständigen Beigeordneten Michael Rüscher über das Thema energiegerechter Umbau in Denkmalsiedlungen diskutiert.
Die Broschüre ist online auf der Internetseite der Stadt Duisburg abrufbar.
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