In Lohausen schwelt ein Konflikt. Die Anwohner der Straße Eichenbruch fühlen sich von der Stadt, der Politik und dem Flughafen im Stich gelassen, weil ihre eigentlich ruhige Anliegerstraße systematisch als kostenloser Langzeitparkplatz missbraucht wird – und das nicht nur von sparsamen Urlaubern.
Laut aktuellen Anwohnerbeschwerden hat sich die Situation nochmals drastisch verschärft. Der Eichenbruch werde „regelrecht zugeparkt“. Besonders bitter stößt den Anliegern auf, dass es sich bei den Verursachern keineswegs nur um Touristen handelt. Ein Großteil der Fahrzeuge ließe sich Mitarbeitern des Flughafens oder der angrenzenden Airport City sowie weiteren Gewerbebetrieben zuordnen. Die Folgen für die Nachbarschaft sind massiv: Wer hier wohnt, findet vor der eigenen Haustür oft keinen Platz mehr. Doch es geht nicht nur um Bequemlichkeit. Die Überfüllung verhindert inzwischen sogar die ordnungsgemäße Straßenreinigung.
Trotz der seit 2021 laufenden Bemühungen der Bezirksverwaltungsstelle 05 fühlen sich die Bürger hingehalten. Die Stadt Düsseldorf gibt sich auf Anfrage diplomatisch, aber bestimmt: Das Ordnungsamt überwache den ruhenden Verkehr am Eichenbruch „regelmäßig anhand qualifizierter Stichproben“. Verstöße würden im Rahmen des stadtweiten Konzepts geahndet. Doch die Anwohner erleben im Alltag eine andere Realität und werfen Polizei und Ordnungsamt Untätigkeit vor.
Der Flughafen Düsseldorf zeigt zwar Verständnis für die Sorgen der Nachbarn, verweist aber auf das eigene Angebot. Mit rund 20.000 bewirtschafteten Stellplätzen und einer Preisstrategie, die Langzeitparken bereits unter 100 Euro pro Woche ermöglicht, wähnt man sich gut aufgestellt. Besonders interessant: Der Flughafen betont, dass für Mitarbeiter ausreichend Raum zur Verfügung stehe. Der Parkplatz P13 liegt nur wenige Gehminuten vom Eichenbruch entfernt. Warum dennoch viele Pendler den Weg in die Wohnstraße suchen, bleibt unklar. Hoffnung setzt der Airport auf die Zukunft. Mit dem geplanten Parkhaus P37 sollen 1.000 weitere günstige Plätze entstehen. Zusätzlich wird die neue Linie U80/81 den Flughafen noch besser anbinden und den Parkdruck hoffentlich mindern.
Für die Anwohner ist die Lage klar: Solange die Stadt die Durchsetzung der Anlieger-Regeln nicht verschärft, bleibt ihre Straße – wie viele weitere Straßen auch – das inoffizielle und kostenlose Parkhaus des Düsseldorfer Nordens.

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3 Kommentare
Parkplätze sind sehr viel wert. Die müssen etwas kosten, überall, ohne Ausnahme. Wie viel kostet es, eine Straße zu bauen? Im öffentlichen Raum sollte das Abstellen des Autos nicht subventioniert sein.
So wie in Lohausen am Eichenbruch, wird auch hier in K-Werth Im Spich (Anliegerstr) geparkt. Zudem ist es eine Spielstraße, heißt also Schrittgeschwindigkeit !
Morgens rasen Parkplatzsuchende von der Hochschule auf dem Diakoniegelände hier rein u raus, parken auf Anwohnerstellplätzen …
Hier fehlt dringend Kontrolle durchs Ordnungsamt sowie Beschilderung: Nur Anlieger und Sackgasse.
Moin! Urlaubsparker sind auch in Rahm -West gelandet! Leider weigert sich die Stadt weitere Halterverbotsschilder aufstellen, mit Hinweis auf die Termine der Straßenreinigung , die es auf einigen Straßen bereits gibt!
Begründung der Stadt: Das Problem würde sich verlagern!