Clara Seauve vom Mannesmann-Gymnasium in Huckingen hat den Kreisentscheid Duisburg-Süd des bundesweiten Vorlesewettbewerbs 2025/2026 für sich entschieden (https://nordbote.de/kreis-vorlesewettbewerb-clara-seauve-vom-mmg-ueberzeugt). Nachdem sie bereits im Dezember den Schulentscheid gewann, setzte sie sich am 9. Februar gegen elf weitere Schulsieger durch. Bei der Stadtkreisrunde las sie unter anderem aus dem Buch „Tinte, Staub und Schatten“ von Alina Metz vor. Mit diesem Sieg qualifizierte sich die Sechstklässlerin für den Bezirksentscheid, der Ende März stattfinden wird.
Mit Clara Seauve sprach NORDBOTE-Mitarbeiter David Vos.
David: Ich habe gelesen, dass du in der Vorrunde gewonnen hast. Wie ist das abgelaufen? Wurdest du von der Schule vorgeschlagen?
Clara: In der Klasse hat unsere Lehrerin erst einmal gesagt, dass wir uns melden sollen, wenn wir zum Vorlesewettbewerb möchten. Ich habe mich gemeldet und dann haben wir in der Klasse gelesen. Meine Klasse hat am Ende mich ausgesucht, dass ich dann zum Schulwettbewerb gehe. Da habe ich auch vorgelesen, und am Ende habe ich gewonnen.
David: Welches Buch hast du da vorgelesen?
Clara: Das hieß „Plötzlich wach“.
David: Bei der Wettbewerbsrunde hast du dann aber aus einem anderen Buch vorgelesen, oder?
Clara: Ja, aus einem anderen Buch. Das hieß „Tinte, Staub und Schatten“.
David: Warum hast du dich für dieses Buch entschieden?
Clara: Ich hatte das Buch bekommen, als wir im Urlaub waren. Da war der Vorlesewettbewerb noch gar kein Thema in der Klasse. Ich habe das Buch gelesen und als dann feststand, dass ich zum Wettbewerb gehe, war ich gerade bei meinen Großeltern in Bayern. Ich habe das Buch fertiggelesen und dachte mir, dass es ein perfektes Buch zum Vorlesen wäre, weil es viel wörtliche Rede hatte.
David: Verleihst du den einzelnen Charakteren beim Lesen auch eigene Stimmen?
Clara: Letztes Mal war das sehr leicht für mich. Die eine hatte eine total schnippige Stimme, die andere war wütend und dann gab es noch eine Person, die total tonlos geredet hat. Das war ein Dialog zwischen drei Personen und es war eigentlich sehr leicht, das stimmlich abzutönen.
David: Du musstest beim Wettbewerb eine unbekannte Textstelle vorlesen. Wie viel Zeit hattest du, um dich mit dieser Textstelle vorzubereiten?
Clara: Ich hatte drei Minuten Zeit zum Lesen und das habe ich eigentlich ganz gut hinbekommen.
David: Hast du dich mit der Textstelle aus „Tinte, Staub und Schatten“ länger beschäftigt?
Clara: Ja, schon länger. Ich habe das öfter vorgelesen. Auch in meiner Klasse habe ich sehr oft gelesen, um es gut zu können. Ich glaube, das war am Ende der entscheidende Faktor, dass ich es sehr oft geübt hatte.
David: Gab es jemanden, der dir beim Üben zugehört hat?
Clara: Entweder meine Klasse, meine Mutter, mein Vater oder einfach meine ganze Familie.
David: Liest du denn auch sonst für deine Familie vor?
Clara: Momentan lese ich meinem kleinen Bruder abends immer „Die Schule der magischen Tiere“ vor.
David: Hast du einen bestimmten Trick beim Vorlesen?
Clara: Mein Trick war, dass ich im Gegensatz zu den anderen öfter hochgeguckt und auch meine Mimik verändert habe.
David: Demnächst steht der Bezirksentscheid an. Wirst du wieder aus demselben Buch vorlesen?
Clara: Ich habe schon ein anderes ausgesucht, weil man nicht zweimal aus demselben Buch lesen darf. Es muss von einem anderen Autor sein und darf nicht aus derselben Buchreihe stammen.
David: Was nimmst du dir für die nächste Runde vor? Gibt es etwas, das du verbessern möchtest?
Clara: Ich nehme mir vor, wieder zu versuchen, die Stimmen zu imitieren und öfter hochzugucken. Das vermittelt einen sicheren Eindruck vom Text, dass man ihn gut kennt und gut geübt hat.
David: Mit welchen Erwartungen gehst du in die nächste Runde?
Clara: Ich erwarte viele andere gute Leser. Voriges Mal war ich sehr überrascht, wie gut die anderen alle waren.
David: Was versuchst du zu erreichen?
Clara: Es wäre natürlich schön, wenn ich noch einmal weiterkomme, aber ich setze mich nicht so unter Druck, dass ich unbedingt gewinnen muss.
David: Fandest du das spontane Vorlesen aus einem neuen Text oder das Vorlesen deiner vorbereiteten Stelle besser?
Clara: Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, das Vorbereitete zu lesen. Aber ich mag es auch, unbekannte Texte zu lesen. Ich fühle mich dabei recht sicher, deswegen mag ich eigentlich beides gerne. Eine eindeutige Antwort kann ich darauf gar nicht geben.
David: Danke für das Interview.
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