Zwei Bürgerinitiativen aus dem Düsseldorfer Norden wehren sich gegen die geplante Anwendung des sogenannten Bauturbo auf Grünflächen in Kalkum. In einem offenen Brief fordern der Verein Stadt Land Fluss Düsseldorfer Norden und die Bürgerinitiative Grüner Norden Düsseldorf die Ratsmitglieder auf, der Beschlussvorlage am Dienstag, 11. Februar nicht in der jetzigen Form zuzustimmen.
Der Bauturbo ist eine befristete Sonderregelung im Baugesetzbuch, die den Wohnungsbau beschleunigen soll. Grundsätzlich begrüßen die Initiativen das Ziel, schneller Wohnraum zu schaffen. Sie fordern jedoch, unversiegelte Flächen im Außenbereich von der Regelung auszunehmen. Konkret geht es um die Areale „Himgesberg“ und „Nördlich Kalkumer Schlossallee„. Rund 4.000 Menschen haben bereits Petitionen gegen deren Bebauung unterschrieben.
Die Initiativen sehen mehrere Probleme. So würden Umweltauswirkungen nur noch oberflächlich geprüft, die Bürgerbeteiligung werde auf ein Minimum reduziert und gewählte Gremien verlören Entscheidungskompetenz an die Verwaltung. Auch das Klagerisiko sinke durch den Bauturbo nicht, es verlagere sich lediglich.
In Düsseldorf gebe es genügend Potenziale im bereits bebauten Stadtgebiet, um Wohnraum zu schaffen, so die Bürgerinitiativen. Eine Versiegelung von Grünflächen sei unnötig und irreversibel.

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Ein Kommentar
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