Am Schulstandort GGS und KGS Böhmer Straße in Buchholz sollen im Rahmen eines einjährigen Verkehrsversuchs eine Schulstraße sowie Elternhaltestellen eingerichtet werden. Die Mitglieder der Bezirksvertretung Süd haben aber noch Klärungsbedarf und haben die Beschlussvorlage in die erste Lesung verschoben.
Als Schulstraßen werden Straßenabschnitte im unmittelbaren Umfeld von Schuleingängen bezeichnet, die zu festgelegten Zeiten vor Unterrichtsbeginn und gegebenenfalls nach Unterrichtsende für den Kfz-Verkehr gesperrt werden. Der Verkehr soll verlagert und der Schulweg sicherer gestaltet werden. Gleichzeitig soll „die aktive und eigenständige Mobilität der Schulkinder verbessert werden“, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Die Böhmer Straße ist eine von vier Straßen im Stadtgebiet, die einzige im Duisburger Süden, die von der Verwaltung für diesen Versuch ausgewählt wurde.
Die Böhmer Straße soll insgesamt zur Schulstraße werden. Die vorgeschlagenen Sperrzeiten: montags bis freitags von 7.45 bis 8.15 Uhr sowie 14.45 bis 15.30 Uhr. In der Lindauer Straße sollen etwa drei und am Norbert-Spitzer-Platz außerhalb der Marktfläche etwa sieben Parkstände als Elternhaltestellen eingerichtet werden. Dort gilt ein eingeschränktes Halteverbot zwischen 7.45 und 15.30 Uhr. Angedacht ist der Start des Verkehrsversuchs zur zweiten Jahreshälfte 2026.
Den BV-Mitgliedern überbrachte Daniel Horn vom Amt für Stadtentwicklung keine gute Nachricht: Das Land habe die Anbringung des Schildes „Anwohner frei“ oder „Bewohner frei“ nicht gestattet. Die Überprüfung sei zu aufwändig. Das sorgte für Diskussion: Wer muss die Ausnahmeregelungen beantragen, und zu welchem Preis? Wie kommen Handwerker oder Pflegepersonal zu den Sperrzeiten in die Straßen? Details sollen bei einem Abstimmungstermin geklärt werden, den Horn für Ende April ankündigte.
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