Die diesjährige Rheinkirmes endete mit gemischten Gefühlen. Ein tragischer Unfall während des Feuerwerks am zweiten Kirmesfreitag überschattete das ansonsten friedliche Volksfest, das mit über vier Millionen Besuchern einen neuen Rekord aufstellte.
„Der tragische Unfall hat einen schweren Schatten auf die bis dahin friedliche und fröhliche Rheinkirmes 2025 gelegt. Wir waren und sind immer noch geschockt“, erklärt Andreas-Paul Stieber in einer Pressemitteilung, erster Chef der St. Sebastianus Schützen von 1316. Bei dem Unglück am späten Freitagabend wurden 19 Menschen verletzt, darunter vier schwer. Stieber drückte sein tiefes Bedauern aus und hofft auf eine schnelle und nachhaltige Genesung aller Betroffenen. Die Ermittlungen zur Unfallursache laufen und würden vom Schützenverein vollumfänglich unterstützt. Ob es im kommenden Jahr erneut ein traditionelles Feuerwerk geben wird, so die Schützen, soll nach Auswertung der Untersuchungsergebnisse entschieden werden.
Trotz des schrecklichen Ereignisses ziehen die Veranstalter eine positive Gesamtbilanz. Mit mehr als vier Millionen Gästen wurde die Besucherzahl aus dem Vorjahr von 3,9 Millionen übertroffen. Besonders die beiden Drohnenshows mit jeweils 1.000 Drohnen hätten sich als Publikumsmagneten erwiesen. „Die beiden Drohnenshows, die größten, die bislang in Deutschland gezeigt wurden, haben positive Werbung für die Rheinkirmes weit über die Grenzen von Düsseldorf gemacht“, sagte Sven Gerling, Geschäftsführer der Veranstaltungsgesellschaft. Auch die Live-Konzerte auf der Schützenwiese hätten tausende Besucher angelockt. Diese neuen Angebote sollen im Jahr 2026 fortgesetzt werden.
Auch die städtischen Dienste legten ihre Zahlen vor: Die Verkehrsüberwachung leitete insgesamt 4.026 Maßnahmen wegen ordnungswidrig abgestellter Fahrzeuge ein, davon führten 292 zu einer Einbeziehung eines Abschleppunternehmens. Der Ordnungs- und Servicedienst (OSD) führte 246 Jugendschutzkontrollen durch und ahndete 223 Verstöße wegen „Wildpinkelns“.
Die Feuerwehr Düsseldorf war mit einer mobilen Wache vor Ort und rückte zu 68 Rettungsdiensteinsätzen auf dem Kirmesgelände aus. Der Sanitätsdienst betreute im selben Zeitraum 736 Menschen. In der Unglücksnacht des Feuerwerks versorgten die Rettungskräfte alle 19 Verletzten vor Ort und transportierten sie in umliegende Krankenhäuser.
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