Bezirksvertretung 5 diskutierte Bauprojekte: Neue Feuerwache, Wohnungsbau und Denkmalschutz

Die von der Verwaltung bevorzugte „stille Struktur“ aus Holz und Beton soll circa 200 Euro je Quadratmeter kosten. Visualisierung: IPM
Die von der Verwaltung bevorzugte „stille Struktur“ aus Holz und Beton soll circa 200 Euro je Quadratmeter kosten. Visualisierung: IPM

Verschiedene öffentliche und private Bauprojekte unterschiedlicher Art und Größe standen auf den Tagesordnungen der vergangenen Sitzungen der Bezirksvertretung 5. Die Verwaltung stellte zwei Varianten für die Fassadengestaltung der neuen Feuerwache der Freiwilligen Feuerwehr Kalkum einschließlich Rettungswache vor. Zum einen könnte es eine Verblendung mit Klinker sein (250 Euro je Quadratmeter) und mit Dachbegrünung. Bevorzugt wird von der Verwaltung eine „stille Struktur“ mit Holz und Beton (200 Euro je Quadratmeter). Die Begründung lautet: „Damit gelingt die Einbindung des Baukörpers in das sensible Umfeld am besten.“ Der Standort ist südöstlich der Kreuzung Kalkumer Schlossallee/Zeppenheimer Straße.

Über eine Bauvoranfrage Unterdorfstraße 39/39a in Kalkum entschied die Bezirksvertretung erst nach Vertagung. Hier ist vorgesehen, eine ehemalige Hofanlage mit Hauptgebäude, Stall und Scheune durch zwei Doppelhäuser und zwei Einfamilienhäuser zu ersetzen. Die Bezirksvertretung hat in diesem Fall, wie auch schon bei anderen Bauvorhaben, zum Beispiel am Leuchtenberger Kirchweg, die Aufstellung von Bebauungsplänen in „ungeplanten Innenbereichen“ gefordert. Damit soll eine geordnete Verdichtung beziehungsweise Bebauung sichergestellt werden. Dagegen befürchten die Bürgerinitiativen im Düsseldorfer Norden, dass sie und die Bürger allgemein durch das von der Bundesregierung vorgesehene „Turbobaurecht“ nicht mehr ausreichend an den beiden großen Bauprojekten „nördlich Kalkumer Schlossallee“ und „südlich Zeppenheimer Straße“ (Himgesberg) beteiligt werden.

Die Variante mit Klinkerverblendung für 250 Euro pro Quadratmeter sieht zusätzlich eine Dachbegrünung vor. Visualisierung: IPM
Die Variante mit Klinkerverblendung für 250 Euro pro Quadratmeter sieht zusätzlich eine Dachbegrünung vor. Visualisierung: IPM

Ein Bauantrag betrifft den denkmalgeschützten Lohauser Hof, direkt am Lantz’schen Park. Zu Lasten von Wohnraum und gewerblicher Nutzung soll die Hotelnutzung erweitert werden. Auf der Niederrheinstraße 21/21a ist vorgesehen, ein Gebäude durch ein Doppelhaus mit insgesamt 10 Wohnungen zu ersetzen.

Emanouil Mastrokoukos (Die Linke) fragte angesichts des von CDU und Bündnis 90/Die Grünen im Koalitionsvertrag vereinbarten Wohnungsbauprogramms, wie viele für den Wohnungsbau geeignete Grundstücke die Stadt Düsseldorf im Stadtbezirk 5 besitzt, wie viele und wann die Städtische Wohnungsgesellschaft mbH
& Co KG (SWD) mit bezahlbaren Wohnungen zu bebauen beabsichtigt.

Die Bezirksvertretung beauftragte die Verwaltung mit niedrig- oder mittelschwelliger Sanierung des alten Pumpenhauses auf dem Kaiserswerther Deich, entsprechend der in einer vorausgegangenen Sitzung vorgetragenen Machbarkeitsstudie. Alle Fördermöglichkeiten sollen genutzt und falls notwendig auch Mittel aus dem städtischen Haushalt eingesetzt werden. Das der Bezirksvertretung für solche Baumaßnahmen zur Verfügung stehende Budget wird nicht reichen. Gedacht ist sowohl an befristete Ateliernutzung, an Ausstellungen und auch als besonderes Hochzeitszimmer. Eine multifunktionale Nutzung für das lokale Brauchtum (Wasser- und Stromanschluss für den Schützenplatz), Kunst und Kultur stellt sich die Bezirksvertretung vor.

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