Beate Lieske (SPD) bleibt Bezirksbürgermeisterin für Duisburg-Süd, als ihre Stellvertreterin agiert Angelika Kleinefeldt (CDU). Sie wurden in einer gemeinsamen Liste gewählt – bei drei Enthaltungen und einer Nein-Stimme, in geheimer Wahl. Die alte und neue Bezirksbürgermeisterin appellierte nach ihrer Wahl in der konstituierenden Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Süd, dass es keine Politikverdrossenheit geben dürfe: „Ich freue mich darauf, die nächsten fünf Jahre mit Ihnen gestalten zu dürfen – in die richtige Richtung.“
Zuvor war ein Antrag der Grünen abgelehnt worden, die Anzahl der Stellvertreterinnen bei zwei zu belassen. Angesichts der zunehmenden Demokratieskepsis in der Gesellschaft sei es wichtig, vor Ort den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern zu stärken: „Bei den Mehrheitsverhältnissen nach der aktuellen Kommunalwahl ist es in der Bezirksvertretung Süd möglich, weiterhin zwei Stellvertreter/Stellvertreterinnen aus der Mitte der demokratischen Parteien mit demokratischer Mehrheit zu wählen.“ Bei drei Ja-Stimmen (Grüne und Linke) fand der Antrag keine Mehrheit.
Bevor die Mitglieder der BV Süd, darunter befinden sich übrigens zehn neue, einzeln aufgerufen wurden, in die Wahlkabine zu gehen, wurden die Auszähler festgelegt. Eigentlich sind dies stets die zwei jüngsten Mitglieder, Dominik Achtenbosch (Linke) und Fabian Lau (AfD). Da die Anregung von Achtenbosch, den AfD-Vertreter als Auszähler nicht zuzulassen, nicht angenommen wurde, verzichtete er selbst auf diese Aufgabe, und Hendrik Schulze von der SPD sprang ein.
Nach der Wahl wurde die Sitzung kurz unterbrochen. Somit hatten neben den Mitgliedern der BV auch Besucher die Möglichkeit zu gratulieren. Zu ihnen gehörten beispielsweise Alt-Bezirksbürgermeister Dietmar Eliaß sowie Sarah Philipp (MdL) und aus der bisherigen BV Jannik Neuhaus und Wolfgang Schwertner, die jetzt im Rat der Stadt Duisburg sitzen.

Erhebliche Mehrkosten für Bahnhofsgebäude Sittardsberg
Mit erheblichen Mehrkosten ist für die Planung bei der Sanierung des Bahnhofsgebäudes Sittardsberg zu rechnen (https://nordbote.de/haltestelle-sittardsberg-soll-modernisiert-werden). Als eine ihrer ersten Amtshandlungen mussten die Kommunalpolitiker diese Erhöhung zur Kenntnis nehmen: Die Verwaltung gibt die Planungskosten nun mit 979.987 Euro an, das sind 353.617 Euro mehr als bisher. Begründet wird die Erhöhung vor allem durch die Notwendigkeit, die Planungen für Architektur, Tragwerksplanung und technische Gebäudeausrüstung extern auszuschreiben – die DVG habe erst nach der Beschlussfassung im Juni 2024 mitgeteilt, dass sie aufgrund einer hohen Auslastung durch eigene Projekte die Planung für die Technische Gebäudeausrüstung (TGA) für die Haltestelle Sittardsberg aus personellen Gründen nicht übernehmen könne. Für Daniel Kegler, CDU-Fraktionsvorsitzender, unverständlich: „Wieso wird so etwas nicht vorher besprochen?“ Achtenbosch vermisste einen Zeitplan.
Die BV Süd setzt sich in der neuen Wahlperiode wie folgt zusammen: SPD: 6 Sitze, CDU: 4, AfD: 3, Grüne: 2, Junges Duisburg: 1, Linke: 1
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