Flüssig, flott und sprachgewandt führte der erste Vorsitzende, Christian Tscholl, durch die Tagesordnungspunkte. Insgesamt hatte man im vergangenen Jahr zehn Verstorbene zu beklagen. Gleichwohl konnte man einen Mitgliederzuwachs von zwölf Personen auf insgesamt 288 Mitglieder verzeichnen. Zählt man die Firmenmitgliedschaften noch dazu, dann erhöht sich die Zahl sogar auf 309 Mitgliedschaften (plus 13). Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 23 Veranstaltungen unterschiedlichster Natur angeboten, die fast alle sehr gut besucht waren. Und so trugen die Verantwortlichen auch ihre Ergebnisse selbst vor: der zweite Vorsitzende, Peter Jakobs, für die Heimatkunde, die Kunsthistorikerin Bela Hüttenhein für die Kunstausstellungen, die ehemalige Buchhändlerin Andrea Lindenlaub für die literarischen Veranstaltungen und für die Presse Alexandra Stenger-von Unruh. Jede und jeder konnte auf seine Art und Weise die Zuhörerschaft für sich einnehmen; ein Konzept, das seinesgleichen suchen dürfte.
Die Kasse, geführt ebenso von Andrea Lindenlaub, weist einen soliden Überschuss von über 2.000 Euro auf, was allerdings auch auf die gerade im vergangenen Jahr außergewöhnlich hohen Fördermittel zurückzuführen ist. Die Kassenprüfer sprachen sich deshalb für eine Entlastung der Schatzmeisterin und damit auch des gesamten Vorstands aus, was einstimmig von den Mitgliedern gebilligt worden ist. Die Versammlung beschloss, dass Ulrich Decker und Manfred Schilling auch im kommenden Jahr die Kasse wieder prüfen sollen.

Als Wahlleiter für die anstehenden Neuwahlen wurde Andreas Auler, Ratsmitglied in Düsseldorf, nominiert, der diesen Akt in seiner 125. Wahlveranstaltung völlig abgeklärt, aber immer noch mit Witz versehen, souverän und zügig abspulte. Da der ehemalige Vorstand sich wieder geschlossen zur Wahl gestellt hatte, war es folglich wenig überraschend, dass er auch einstimmig wiedergewählt worden ist.


Was den Ausblick auf das laufende Jahr betrifft, so musste man sich etwas zurückhalten. Der Grund ist die Sanierung des Bürgerhauses in der Graf-Engelbert-Straße 9. Die Fassade, Türen und Fenster erhielten bereits im vergangenen Jahr einen neuen Anstrich. Gemeinsam mit einem Bauleiter des Kulturamts wurde jetzt eine Neuplanung der Toiletten vorgenommen. So soll eine Verlagerung der Toilette und die Neueinrichtung eines Unisex-Bades mit einer perspektivischen Öffnung zum Hof hin realisiert werden. Der Baubeginn sollte bereits im Februar sein, doch Anfang März hat sich immer noch nichts getan. Der Vorstand ist aber immer noch frohen Mutes, dass zumindest die angedachten Veranstaltungen auch umgesetzt werden können.
Geplant sind in diesem Jahr unter anderem ein Vortrag über die Grundwasserproblematik in Angermund (März), eine Feier zum Jubiläum „10 Jahre Bücherschrank“ mit der symbolhaften Schlagzeile „Einfach Lesen“ (April), eine gemeinsame Ausstellung von Bela Hüttenhain mit ihrer Tochter Pauline (Fotografin) unter dem Titel „Korrelation – Malerei begegnet Fotografie“ Anfang Mai, eine Get-together-Veranstaltung im Juni, eine Musikdarbietung mit dem Verein Angermunder Musikleben und ein Jazz-Musik-Tag im Oktober. Sämtliche Veranstaltungen werden mit einem Plakat angekündigt, was den Wiedererkennungswert enorm steigert, wofür André Schuster verantwortlich zeichnet.
Unter dem Punkt „Verschiedenes“ wurden die mangelnde Pflege des Schaukastens für Veranstaltungshinweise beanstandet, eine Möglichkeit für die Mitglieder gefordert, die höhere Beiträge entrichten möchten, und die Frage nach einer Wiederholung des „Diner en blanc“ gestellt. Anregungen, die man gerne aufgenommen hat und prüfen werde. „Äußern Sie Ihre Wünsche, bringen Sie sich ein, auch wenn es nur ein Vorschlag ist oder dieses Vorhaben vielleicht nur von Ihnen selbst organisiert werden kann, denn nur so könne Kultur gelebt und erlebt werden“, so der erste Vorsitzende, Christian Tscholl, zum Abschluss.

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