Angermund trauert um Ferdi Wolff

Ferdi Wolff prägte Angermund über Jahrzehnte. Foto: vj
Ferdi Wolff prägte Angermund über Jahrzehnte. Foto: vj

Angermund nimmt Abschied von Ferdinand „Ferdi“ Wolff. Am Dienstag, 16. Juni, ist der Bäckermeister mit 72 Jahren plötzlich verstorben, wie seine Vereine mitteilen. Über Jahrzehnte prägte er das Dorfleben wie kaum ein anderer, viele nannten ihn „den heimlichen Bürgermeister von Angermund“. Bei dem Verein Handwerk und Handel, den er nach Andrea Lindenlaub als Vorsitzender führte, trauert der Vorstand um einen seiner Gründer. „Wir verlieren einen Menschen, der die Entwicklung von Handwerk und Handel maßgeblich geprägt hat“, schreibt er. „Sein Heimatdorf verliert einen Anker, auf den sich jeder verlassen konnte.“ Maibaum und Weihnachtsbaum, Nikolausmarkt und Oktoberfest trugen seine Handschrift. „Er ist so schnell nicht zu ersetzen, das war das letzte Original“, sagt Weggefährte Siegfried Hoymann.

Wolff stammte aus einer Bäckerfamilie und war in fast jedem Angermunder Verein aktiv, von der Bruderschaft über die Karnevalsgesellschaft De 11 Pille bis zum Kulturkreis. Für sein Wirken im Karneval wurde er mit dem Verdienstorden des Bundes Deutscher Karneval in Gold mit Brillanten geehrt. Andrea Lindenlaub erinnert an seine „unerschöpfliche Kreativität“. 15 Jahre lang führte er mit Hans-Georg Hillenbrand die Nachtwächtertouren durch das historische Angermund, zu denen 2019 mehr als 400 Gäste kamen.

„Für mich warst du der heimliche Bürgermeister“, sagt der Musiker Johannes Kohlhaus, Freund seit Kindheitstagen. Getragen habe Wolffs Wirken stets ein großes Netzwerk, an erster Stelle seine Frau. Seine Handschrift wird Angermund noch lange begleiten.

NORDBOTE-Newsletter
Neuste Nachrichten für Düsseldorf-Nord und Duisburg-Süd, Events und Angebote jeden Dienstag- und Freitagmorgen direkt in Ihr Mail-Postfach!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert