Der Fährbetrieb zwischen Kaiserswerth und Langst endete am Freitag, 19. Dezember, um 12 Uhr. Was üblicherweise nur die Winterpause zum Beginn der Weihnachtsferien markiert, bedeutet in diesem Jahr das Ende einer langen Tradition. Die Fährstelle blickt auf eine über 800-jährige Geschichte zurück, wobei die Familie Schäfer die Verbindung in den vergangenen 60 Jahren betrieb.
Aus Altersgründen und aufgrund von Personalmangel wird die Familie den Betrieb im kommenden Frühjahr nicht wieder aufnehmen. Am letzten Betriebstag kamen einige Anwohner und Interessierte am Rheinufer zusammen, um sich von der Fähre zu verabschieden. Unter ihnen war auch Dr. Müller van Ißem, der mit einer Fahne für den Erhalt der Verbindung demonstrierte. Er unterstrich die Bedeutung des Rheinübergangs deutlich: „Die Fähre ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Radwegenetzes.“

Unterstützt wird die Forderung nach einem Fortbetrieb durch eine Petition, die sich an die Bürger in Düsseldorf und Meerbusch richtet. Die Initiatoren setzen sich dafür ein, die Fähre als bewegtes Denkmal und wichtigen Teil der regionalen Mobilität für Pendler und Schüler zu bewahren. Eine kleine Hoffnung für den Erhalt der Verbindung besteht weiterhin. Der Bürgermeister von Meerbusch, Christian Bommers und der Oberbürgermeister von Düsseldorf, Dr. Stephan Keller, haben einen Plan zur Übernahme durch die Rheinbahn entwickelt. Damit könnte eine drohende Lücke in der Infrastruktur geschlossen werden.
Ob dieses Vorhaben Erfolg hat, ist derzeit noch unklar. Laut Hajo Schäfer wird es während der Weihnachtsferien keine neuen Informationen zu der möglichen Rettung geben. Erst ab Mitte Januar ist mit einer Entscheidung zu rechnen, ob die Rheinbahn die Fähre künftig übernehmen wird. Die Familie Schäfer und ihre Mitarbeiter bedankten sich bei den Fahrgästen für die Treue in den vergangenen Jahrzehnten und den Zuspruch, den sie erfahren durften.




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4 Antworten
Die Fährverbindung zwischen Kaiserswerth und Langst ist einfach unverzichtbar!!!
Die Umweltfreundliche Alternative zur Autofahrt zwischen Kaiserswerth und Langst sollte auch ein gravierendes Argument sein…..
Der Autoverkehr würde auch höher werden und unsere Straßen belasten.
Was sollen Menschen ohne Auto tun? Hier ist das umweltfreundliche Fahrrad für den täglichen Weg ins Büro nicht mehr möglich!
Ebenso geht es den jährlichen Campern, wie kommen sie nach Kaiserswerth?
Es entsteht somit auch ein Einnahmeverlust für die örtliche Gastronomie und den Einzelhandel…..
Vorstehende Argumente sind nicht von der Hand zu weisen und sollten bei einer Entscheidung dringend berücksichtigt werden.
Die Rheinfähre ist ein unverzichtbares Bestandteil für viele Pendler, Radfahrer, Schüler und Spaziergänger.
Die Rheinfähre ist seid vielen Jahren ein unverzichtbares Bindeglied zwischen Kaiserswerth und Langs.
Es wäre Super Schade wenn der Fährbetrieb eingestellt würde.
Bis ca. 1993 war die Rheinbahn auch mit der Schifffahrt vertraut, doch die politischen Sparmassnahmen zwangen zur massiven Einschnitten!!
Von den damaligen Mitarbeitern sind sicher alle schon in Pension!!
Die Rheinfähre neu aufleben zu lassen ist ein enormer finanzieller Kraftakt!!
Neue Boote werden vermutlich das mit alternativen Energien betrieben,und das macht ein Umsetzen noch schwieriger.
Die neue Rheinbahn Fähre sollte für den öffentlichen Verkehr mit integriert werden.
Hier müssen ÖPNV Tickets mit abgerechnet werden, einen kleinen Betrag wäre zu prüfen.
Ich hatte erst gestern wieder die Gelegenheit, mir die Klagen eines Anwohners aus Meerbusch anzuhören, dessen Söhne in Kaiserswerth zur Schule gehen. Und die jetzt statt mit dem Fahrrad mit dem Auto gebracht und abgeholt werden müssen. Und das ist nur ein Beispiel für die Notwendigkeit dieses Teils des öffentlichen Nahverkehrs.
Ich denke, Herr Schäfer hat in Richtung Verwaltung rechtzeitig signalisiert, dass ihm ein Weiterbetrieb der Fähre nicht mehr möglich ist. Um so unverständlicher ist es für mich, dass nun erst nach Lösungen gesucht wird. Und ob es bis zum Frühjahr eine Lösung geben wird, ist völlig unklar. Man kann hier nur an die Politik appellieren, diesem
Problem die notwendige Aufmerksamkeit zu widmen und die Bürgerinteressen im Auge zu behalten.