Abriss in Eigenregie: KiTa-Gemeinschaft packt an

Die Elternschaft arbeitete ordentlich mit, um das alte Klettergerüst abzubauen. Foto: privat
Die Elternschaft arbeitete ordentlich mit, um das alte Klettergerüst abzubauen. Foto: privat

15 Jahre lang hatte das große Spielgerüst treue Dienste geleistet, unzählige Kindergartenjahrgänge sind daran großgeworden. Doch die Zeit hatte ihre Spuren hinterlassen: Die Abnutzung war so weit fortgeschritten, dass ein sicherer Spielbetrieb nicht mehr zu verantworten war.


Mehrfach hatten fleißige Eltern das Klettergerüst bereist geschliffen und neu lackiert, aber irgendwann half auch das nicht mehr. Doch die KiTA in Einbrungen wird von einer herausragenden Gemeinschaft getragen. Wie überall sind auch in der Graf-Recke-Diakonie die Gelder knapp. Mal eben eine Fachfirma beauftragen und alles neu erbauen, ist nicht drin. Also packten die Eltern selbst an und organisierten den Abriss in Eigenregie. Für die letzten, tief im Boden verankerten Reste rückte Bauer von Holtum vom Hof am Froschenteich an – mit schwerem Gerät hob er das verbliebene Fundament aus der Erde. Die Erzieherinnen der KiTa standen dem in nichts nach: Während draußen abgebaut wurde, sorgten sie drinnen für die Verpflegung der Helferinnen und Helfer. „Einfach eine tolle Gemeinschaft“, sagt Heike Ogrinz, Leiterin der KiTa, rückblickend über den Tag.

Der Plan für die neue Aussenanlage steht. Foto:cj
Der Plan für die neue Aussenanlage steht. Foto:cj

Nun steht die Neugestaltung an – und auch hier bewegt sich schon einiges. Die Nestschaukel soll bereits in 14 Tagen geliefert werden, alle weiteren Elemente folgen zum Ende des Sommers. Die Turnstangen wurden dem Kindergarten vom Hersteller gespendet. Bei der Planung des neuen Geräts wurde besonders auf kindgerechte, robuste Bauweise geachtet: Statt Treppen gibt es ausschließlich Kletterelemente, die Kinder erst dann bewältigen können, wenn ihre Feinmotorik entsprechend weit entwickelt ist – ein durchdachtes Detail, das Sicherheit und Förderung miteinander verbindet.


Rund 30.000 Euro kostet die komplette Neugestaltung, eine beachtliche Summe für eine einzelne Einrichtung. Mit einer Tombola, Waffelverkauf, einem Flohmarkt und großzügigen Spenden aus der Elternschaft ist es der KiTa-Gemeinschaft gelungen, den Großteil der Summe zusammenzutragen. Rund 4.500 Euro fehlen noch bis zur vollständigen Finanzierung.

Wer die Aktion unterstützen möchte, kann sich gerne bei der KiTa-Leitung unter h.ogrinz@graf-recke-diakonie.de melden. Große Spender waren auch gerne als kleines Dankeschön dauerhaft auf dem neuen Spielgerät verewigt – ein sichtbares Zeichen dafür, was viele Hände schaffen können, damit die Kinder im Walter-Kobold-Haus bald wieder klettern, schaukeln und toben können.

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